Die Behörde verlangt vom Bauherrn, dem finnischen Kraftwerksbetreiber TVO, sowie vom französisch-deutschen Konsortium Areva Beweise dafür, dass die Risse nicht von Materialfehlern herrühren. Ähnlich fehlerhafte Schweissnähte waren schon früher mehrfach entdeckt worden. Insgesamt mussten beim Neubau bisher weit über 2000 Sicherheits- und Qualitätsprobleme gemeldet werden.
Areva bewirbt den Reaktor vom Typ EPR weltweit als sehr zuverlässig und sicher, doch einmal mehr bestätigen sich damit die schlimmsten Befürchtungen, dass grundlegende Sicherheitsaspekte nur in den Hochglanzbroschüren von Areva existieren.
Bittere Pillen werden zudem die finnischen Steuerzahler schlucken müssen, da auch die Kosten für den Atomreaktor förmlich explodieren. „Hoffen wir, dass die entsprechenden Unternehmen und Verantwortlichen in der Schweiz etwas aus diesem Debakel lernen und die geplanten Milliarden stattdessen in erneuerbare Energien und in Massnahmen für einen cleveren Stromverbrauch investieren!“ meint Urs Wittwer, Nuclear Campaigner bei Greenpeace Schweiz.
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