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Atompolitik

24.01.2007 Zürich: Protest an der AXPO-Bilanzmedienkonferenz. ©Greenpeace

Andere Energiequellen anzapfen

Greenpeace kämpft seit ihrem Bestehen gegen Atomkraftwerke. Das tut sie auch heute wieder, wenn die Stromlobby eine herbeigeredete «Stromlücke» mit neuen AKWs füllen will.

Was passiert, wenn im Jahre 2020 drei der fünf Atomanlagen in der Schweiz abgestellt werden müssen? Der Schweiz gehe der Strom aus, prophezeien bürgerliche Politikerinnen und Politiker. Deshalb müsse ein neues Atomkraftwerk gebaut werden. Die Angstmacherei hat nur ein Ziel: Atomenergie soll wieder salonfähig gemacht werden. Sechs Milliarden soll der Bau eines neuen Druckwasserreaktors kosten. Da lockt der grosse Profit für die Atomlobby.

Neue Atomkraftwerke zu bauen, ist aber definitiv die falsche Politik. Das gilt für die Schweiz, das gilt aber auch weltweit. Der Schlüssel für eine sichere Energiezukunft heisst Effizienz. Greenpeace hat zusammen mit anderen Umweltorganisationen in der Studie «Energieperspektiven 2050» aufgezeigt, welches Energiesparpotenzial vorhanden ist. Das muss das Ziel für die Zukunft sein: Auf der einen Seite Energie sparen, auf der andern Seite verstärkt erneuerbare Energien nutzen. Das macht Atomkraftwerke überflüssig.

Greenpeace kämpft für ein radikales Umdenken in der Energiepolitik. Ziel ist es, bis im Jahr 2050 den Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr auf 2000 Watt zu senken. Gefährliche Atomkraftwerke braucht es dann definitiv keine mehr.

» Unterstützen Sie Greenpeace! Kämpfen wir gemeinsam für ein radikales Umdenken in der Energiepolitik

«Wenn die Industrieländer ihren Pro-Kopf-Verbrauch auf 2000 Watt senken würden, könnten die Entwicklungsländer den ihren auf 2000 Watt heben. Man könnte  dadurch allen  Menschen  einen  guten Lebensstandard ermöglichen und gleichzeitig die Prinzipien der Nachhaltigkeit erfüllen.»

Alt-ETH-Ratspräsident Alexander Zehnder


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