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Sicherheit/Gefahren

15.09.1996 Tschernobyl, Ukraine: Nach dem GAU 1986 wurde der Reaktorblock 4 zerstört. ©Signum/Greenpeace

Das Risiko bleibt

Moderne Atomkraftwerke seien sicher, behaupten die Befürworter der Atomenergie. Das ist eine Illusion. Denn Unfälle und Zwischenfälle passieren mit erschreckender Regelmässigkeit.

Aus Atomkraftwerken kann jederzeit radioaktive Material austreten – sei es nach einem Unfall, durch menschliches Versagen oder nach einem Terroranschlag. Zum Beispiel die Katastrophe in Tschernobyl. Am 26. April 1986 steigt nach einer Explosion eines Reaktors in der russischen Stadt eine riesige radioaktive Wolke hoch und zieht Richtung Westen. Sie verstrahlt ein grosses Gebiet; die Folgen werden noch lange zu spüren sein.

Auch in den Atomkraftwerken der Schweiz kommt es immer wieder zu kritischen Situationen. 1969 etwa schmilzt der Kern der ersten schweizerischen Atomanlage. Radioaktivität tritt aus. Zum Glück ist der Meiler in Lucens in eine unterirdische Kaverne gebaut, die zumindest einen Teil der Strahlung zurückhält. Zu kleineren und grösseren Störfällen kommt es auch in den folgenden Jahrzehnten in Mühleberg, Beznau und Leibstadt. Zwar bleiben sie ohne dramatische Folgen für Mensch und Umwelt, aber sie zeigen das grundsätzliche Risiko.

Um Sicherheit zu erlangen, gibt es nur eines: die Atomkraftwerke in der Schweiz stilllegen. Dafür kämpft Greenpeace. Eine atomare Katastrophe würde das ganze Mittelland verwüsten. Den Schaden kann man berechnen – das Bundesamt für Zivilschutz rechnet mit 4200 Milliarden Franken –, das ausgelöste Leid aber nicht.

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«Es gibt keine Versicherung, die AKWs versichern will; das zeigt, wie hoch das Sicherheitsrisiko ist.»

Ruth Genner, Nationalrätin Grüne

 

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