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Nachgraben beim Hirschacker: Risikobehaftet und völlig ungenügend

18.06.2009  In der Hirschackergrube akzeptiert Roche jetzt ein Weitergraben im Chemiemüll ohne Zelt. Greenpeace Schweiz protestiert dagegen und ist auch mit der Auswahl der Aushubbereiche nicht einverstanden: Auf Kosten von Umwelt und Sicherheit wird nur eine billige und ineffiziente Proforma-Ausgrabung durchgeführt. Die Chance für eine nachhaltige Sanierung ist somit verpasst.

26.2.2009: Greenpeace Protest vor dem Roche-Hauptsitz in Basel. ©Greenpeace/Ex-Press/Winkler

Zürich/Basel. Für Greenpeace sind die Nachgrabungen ein Affront. Auf Kosten von Umwelt und Sicherheit wird eine billige, risikoreiche und ineffiziente Proforma-Ausgrabung durchgeführt. Von einem solchen Vorgehen distanziert sich Greenpeace ausdrücklich. Einwände und Vorschläge von Greenpeace hat Roche übergangen.

Statt dass sich Roche vollumfänglich für eine Sanierungen nach den mit Greenpeace gemeinsam erarbeiteten Grundsätzen für eine «gute Sanierung» einsetzt, nimmt sie und die anderen Beteiligten beim Nachgraben ohne Zelt schwer abschätzbare Schadstoffemissionen in Kauf. Die bisherigen Aushubarbeiten fanden in einem Zelt statt, da nicht bekannt war, was für giftige Gase in welchen Mengen beim Graben freigesetzt werden. Das jetzige Weitergraben ohne Zelt dagegen ist riskant: Weder welche noch wie viel an Schadstoffen in die Umwelt freigesetzt werden, ist einschätzbar. Roche ignoriert beim Luftschutz und bezüglich Grabungsumfang verschiedene Abmachungen mit Greenpeace.

 

Trotz Zusagen zu Offenheit und Transparenz an Greenpeace von Seiten der Roche-Führung werden Informationen weiterhin nur selektiv weitergegeben und Prozesse im Projekt verschleiert. Die Basler Chemie will mit einer billigen Scheinlösung die eigentlichen Probleme wie die hohe Stoffvielfalt in der Giftmülldeponie Hirschacker verharmlosen. Greenpeace fordert als Sofortmassname, dass ein Zelt eingesetzt und der Grabungsumfang ausgeweitet wird. Der milliardenschwere Gesundheitskonzern Roche soll zu seinem Wort stehen und eine wirklich nachhaltige, sachgerechte und effiziente Lösung gemäss Stand der Technik für die von ihr mitverursachten Gefährdung des Grund- und Trinkwassers in der Region Basel finanzieren.

Medienmitteilung 18. Juni 2009


 

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