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Freisetzung

03.10.2006 Spanien: Kornkreis in einem Feld mit gentechnisch verändertem Mais. ©Greenpeace/Pedro Armestre

Wenn die Pollen fliegen

Freisetzungen lassen sich nicht rückgängig machen: Gelangt neues Genmaterial einmal in die natürlichen Kreisläufe, überträgt es sich auf konventionelle oder Bio-Nutzpflanzen oder auch Wildkräuter und bedroht die Artenvielfalt.

Alle bisherigen Erfahrungen zeigen: Gentech-Freisetzungen verunmöglichen eine ökologische Landwirtschaft. Denn die von Agrokonzernen wie Monsanto oder Syngenta geförderte Gentech-Landwirtschaft hat mit natürlichen und gesunden Produktionsmethoden nichts gemeinsam; die Monokulturen erfordern einen hohen Einsatz an Herbiziden und Pestiziden, Unkräuter und Schädlinge bilden Resistenzen und lassen sich nur mit noch höherem Gifteinsatz bekämpfen. Samen und Pollen von genveränderten Nutzpflanzen oder von neuen «Superunkräutern» verunreinigen Kilometer entfernte Felder von konventionell arbeitenden Bauern.

Bereits können einige Bio-Bauern in Kanada nicht mehr garantieren, dass ihre Produkte wirklich gentechfrei sind. Die «Koexistenz», ein friedliches Nebeneinander von traditioneller und Gen-Landwirtschaft, ist darum blosses Wunschdenken der Agromultis. Für Greenpeace steht fest: Die einzige sinnvolle Erzeugung von Nahrungsmittel für Mensch und Tier besteht in einer ökologischen Landwirtschaft ganz ohne Gentechnik.

Greenpeace wehrt sich darum mit allen Mitteln gegen die Freisetzung von genmanipulierten Pflanzen und Organismen und fordert eine möglichst umwelt-, tier- und menschenfreundliche Landwirtschaft: Nur sie sorgt dafür, dass die Gewässer sauber, die Böden fruchtbar und die Lebensmittel gesund bleiben.

«Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen kann durch den Wind oder durch Insekten auf benachbarte Felder gelangen und dort die Pflanzen bestäuben. Die Kulturen werden verunreinigt. Die Produktion dieser benachbarten Felder ist dann nicht mehr gentechnikfrei.»

Studie «Gentechnik in der Landwirtschaft?», Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), 2004

 

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