Gelb-schwarze Banner von Greenpeace-Aktivisten mit der Forderung «Heads of State – Act now!» (Staatschefs - Handelt jetzt!) empfingen die Regierungschefs, die an die dritte Weltklimakonferenz der WMO gekommen waren.
Neue wissenschaftliche Studien belegen, dass sich das Klima sehr viel schneller verändert als bisher angenommen. Greenpeace ist heute in Genf präsent, um die Staatschefs und Länderdelegierten, insbesondere der Industrieländer, an ihre Verantwortung für künftige Generationen zu erinnern.
«Wissenschaftliche Studien machen deutlich, dass die Menschheit sich in einer Notsituation befindet», erklärte Cyrill Studer, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz. «Die Industrieländer sind die Hauptverantwortlichen für die aktuelle Klimaerwärmung. Sie müssen die Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen ernsthaft vorbereiten. Diese von den Vereinten Nationen organisierte Konferenz ist eine einzigartige – und vielleicht die letzte – Chance, den Klimawandel soweit zu begrenzen, dass die Erderwärmung nicht völlig aus dem Ruder läuft. Es braucht sofortige und umfangreiche Massnahmen zur Reduktion der weltweiten CO2-Emissionen und ihrer dramatischen Folgen für das Klima. Die Erde kann nicht länger warten!»
Greenpeace fordert die Industrieländer, unter ihnen die Schweiz, auf:
- bis 2020 die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40% zu senken
- jährlich 170 Milliarden CHF dafür einzusetzen, die Abholzung zu stoppen, den Entwicklungsländern die Anpassung an die neuen Klimaverhältnisse zu ermöglichen sowie neue, klimafreundliche Technologien zur Energieerzeugung zu fördern. Die Schweiz muss jährlich 1,3 Milliarden CHF in diesen Fonds einzahlen.
Letzte Woche haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten auf dem Gornergletscher (Zermatt, Wallis) ein Lager aufgebaut. Am 25. August haben sie auf dem dahinschmelzenden Gletscher ein Riesenbanner ausgelegt mit der Botschaft: «Our climate – your decision» (Unser Klima, eure Entscheidung). Damit sollten die Regierungschefs der ganzen Welt zum Handeln aufgefordert werden.
Am Tag danach standen Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltorganisation vor dem Bundeshaus in Bern. Sie haben den Bundesrat, der an diesem Tag die Revision des CO2-Gesetzes beschloss, an seine nationale und internationale Verantwortung in Sachen Klima erinnert.
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