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Verschmutzung

15.04.2006 Rotes Meer: Plastikfolie im Wasser. ©Greenpeace/Marco Care

Müllkippe Meer

Das Ökosystem Meer droht zu kippen. Wenn die Menschen nicht aufhören, den faszinierenden Lebensraum mit ihren Abfällen zu verschmutzen, wird daraus bald eine trübe Kloake.

Die Weltmeere bedecken gut zwei Drittel der Erde. Einige Schöpfungsmythen bezeichnen sie als «Wiege des Lebens». Tatsächlich beherbergen sie unzählige Pflanzen und Tiere. Das marine Ökosystem ist nun aber in Gefahr. Schuld daran sind chemische Gifte und Schwermetalle aus der Industrie, Erdöl von Bohrplattformen und Schiffsunfällen, radioaktives Material aus Kernversuchen und atomarer Wiederaufbereitung: alles wird «billig» im grossen Wasser entsorgt.

Die Folgen sind beängstigend. Über die Nahrungsmittelkette übertragen sich gefährliche Schadstoffe auf Mensch und Tier. So beeinträchtigen Dauergifte das Immun- und das Hormonsystem, erregen Krebs und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Von Robben, Walen und vielen Fischen ist bekannt, dass sich Dauergifte so stark in ihren Innereien anreichern, dass sie sich nur noch als Sondermüll entsorgen lassen!

Meere dürfen nicht als Müllkippen missbraucht werden. Greenpeace fordert unmissverständlich, dass die Einleitung von Schadstoffen umgehend auf ein Minimum reduziert und mittelfristig völlig eingestellt wird.

«Wenn wir den Ozean vergiften, vergiften wir uns selbst. Wir müssen die Meere retten. Der reine Selbsterhaltungstrieb, der allen Lebewesen eigen ist, sollte uns zwingen, unsere Lebensweise zu ändern.»

Elisabeth Mann Borgese (1918–2002), Professorin für Seerecht, in der Greenpeace-Broschüre «Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung»


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