Amazonas-Report von Greenpeace zeigt Wirkung in der Schweiz

30.06.2009  Der Anfang Juni veröffentlichte Greenpeace-Report deckt es auf: Illegal roden Rinderzüchter den Amazonas und beliefern die Welt mit Fleisch und Billigleder. Auf Kosten des Regenwaldes profitieren Weltkonzerne wie Adidas, Nike oder Ikea.

Brandrodung für die Rindfleischproduktion im Amazonas. ©Greenpeace/Beltra

Das Schweizer Fernsehen berichtete über das Problem und hakte bei Schweizer Firmen nach. Adidas, ein grosser Abnehmer von brasilianischem Rindsleder, schrieb dem «Kassensturz», sie hätten sich auf ihren Lieferanten verlassen. «Die Adidas-Gruppe bekennt sich zu nachhaltigen Geschäftspraktiken, illegale Abholzungen des Regenwalds unterstützt Adidas nicht. Wir wollen mit anderen Lederverarbeitern und Greenpeace über das Problem diskutieren, um gemeinsame Lösungen anzustreben.» Auch Nike will handeln und sich mit allen Betroffenen aus der Branche an einen runden Tisch setzen.

«Kassensturz» fand verschiedene Rindfleischprodukte aus Brasilien bei fast allen Schweizer Grossverteilern. Die Detailhändler kaufen ihr Fleisch von Importeuren, die ihre Ware zum Teil aus dem heiklen Amazonasgebiet beziehen. Zum Beispiel Trockenfleisch aus der Migros, von Manor und Coop.

Migros sagte, sie teile die Einschätzung des «Kassensturz», dass es heikel sei, aus solchen Gebieten Fleisch zu beziehen: «Abklärungen mit unserem Importeur haben ergeben, dass es möglich ist, kein Fleisch mehr aus diesen heiklen Gebieten zu importieren, was wir somit ab sofort unterlassen werden», schreibt das Unternehmen. Auch Coop kündigte an, künftig kein Fleisch mehr von den genannten Produzenten zu beziehen. Manor schreibt ebenfalls, sie würden per sofort bis auf weiteres kein Trockenfleisch aus dem Amazonasgebiet akzeptieren.

Hintergrund und Foto-Galerie zum Thema

«Kassensturz»-Beitrag auf unserem Blog


 

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