80 Prozent der abgeholzten Waldflächen im Amazonas werden als Weideland genutzt. Rund 63 Millionen Rinder werden derzeit auf gerodeten Urwaldgebieten gehalten. Mit dem Moratorium verpflichten sich die Rinder-Konzerne, nur noch Farmen als Lieferanten zu akzeptieren, die keinen Urwald roden. Für die Überwachung müssen die Rinder-Farmer ihre Weideflächen mit GPS-Daten registrieren.
Diesem Erfolg ist eine weltweite Greenpeace-Kampagne zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes vorangegangen. Nach dreijähriger Recherche veröffentlichte Greenpeace im Juni 2009 einen Report, der die Zusammenhänge zwischen Rinderzucht und Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes detailliert aufzeigt. Fleisch- und Lederabnehmer wie Adidas, Nike, und Walmart sahen sich dadurch veranlasst, die brasilianische Rinderindustrie zu wirksamen Massnahmen zum Urwaldschutz zu bewegen.
Die Urwälder Amazoniens sind unentbehrlich für das weltweite Klima. Wissenschaftler schätzen, dass sie 80 bis 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Durch Abholzung und Brandrodung werden die gespeicherten Treibhausgase freigesetzt.
In nur 10 Wochen werden sich Regierungen der ganzen Welt in Kopenhagen treffen, um ein starkes Klimaabkommen zu unterschreiben. Die Waldzerstörung ist verantwortlich für rund 20% der globalen Treibhausgas-Emissionen. Das Klimaabkommen ist nur wirksam, wenn es sich auch mit den Emissionen aus der Abholzung der Wälder befasst.
Fotogalerie und Hintergrund
Rinderzucht zerstört den Regenwald
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