Erstmals lässt Greenpeace International ein hochseetaugliches Schiff speziell für seine Zwecke neu bauen statt wie bislang ältere Schiffe zu übernehmen „Mit diesem Schiff werden wir weltweit gegen Umweltzerstörung und Klimawandel vorgehen. Damit erreichen wir am besten die Regionen, wo die Probleme entstehen oder sichtbar werden“, sagt Gerd Leipold. „Das Schiff wird für viele Menschen ein Zeichen der Hoffnung und Inspiration sein. Greenpeace fordert von Politik und Wirtschaft, Entscheidungen im Einklang mit ökologischen Anforderungen zu treffen und entsprechend zu investieren. Das gilt auch für uns, daher investieren wir mit dem Bau des Schiffes in unsere künftigen Kampagnen“, erklärt Leipold.
Die „Rainbow Warrior III“ wird so konstruiert, dass sie hauptsächlich segeln kann. Nur bei ungünstigen Wetterbedingungen sollen verbrauchsarme Dieselmotoren das Schiff auf hoher See antreiben. Der Mast im A-Rahmen-Design und die Segel sind auf höchste Effizienz ausgerichtet. Der Bootsrumpf wird ein Maximum an Treibstoff aufnehmen können. Die Abwärme des Motors wird das Brauchwasser erhitzen und den Motor vorwärmen. Zudem werden viele umweltfreundliche Elemente eingebaut: Ein zentrales Einfüllsystem für Öl und Benzin soll Verschmutzungen beim Befüllen vermeiden, Schmutzwasser an Bord kann biologisch aufbereitet werden. Es wird sich um ein einfaches Schiff handeln, dessen Bau Greenpeace 23 Millionen Euro kosten wird.
Die Firma Fassmer GmbH & Co. KG hat nach der Ausschreibung von Greenpeace das bei weitem beeindruckendste Angebot abgegeben hinsichtlich Verfügbarkeit, technischen Kenntnissen, Kosten und weiterer Punkte. Die Werft verringert zudem beim Schiffbau ständig die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Beschäftigten, indem sie Abfall und Emissionen vermindert und Energie effizient nutzt. So hat Fassmer durch die Nutzung erneuerbarer Energien den CO2-Ausstoß reduziert.
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