Führungswechsel bei Greenpeace International

12.06.2009  Amsterdam, Niederlande — Bei Greenpeace findet bald ein Führungswechsel statt. Kumi Naidoo übernimmt im November 2009 die Rolle des Executive Director von Greenpeace International, wenn Gerd Leipold nach fast neun Jahren als unser leitender Aktivist zurücktritt.

Kumi war an dem erfolgreichen Kampf gegen die Apartheid in seinem Heimatland Südafrika beteiligt. Er ist Aktivist und Rhodes-Stipendiat. Er war zehn Jahre lang Generalsekretär von CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation. Heute sitzt er im Vorstand von Greenpeace Afrika und ist Vorsitzender der Global Campaign for Climate Action (GCCA).
Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Global Call to Action Against Poverty, einer Bewegung, die seit 2005 zu einer Koalition von Aktivisten gegen Armut aus über 100 Ländern gewachsen ist. Diese üben öffentlichen Druck auf führende Politiker aus, ihre Versprechen in Sachen Entwicklungshilfe, Handelsbeziehungen, Schuldenerlass, Klimawandel und Gleichberechtigung von Mann und Frau zu erfüllen.

Kumi bringt seine Leidenschaft für Aktivismus und für Gewaltfreiheit sowie klare Ideen für die Gestaltung der Zukunft von Greenpeace mit. Seine umfassenden Erfahrungen in Campaigning, in Finanzmittelbeschaffung, Interessenvertretung, Strategiearbeit, Vernetzung von Organisationen und in der Führung in Zeiten des Wandels werden alle zum Einsatz kommen.

"Die Art, wie Greenpeace auf allen Ebenen funktioniert, von der Konfrontation bis hin zur Kooperation mit Regierungen und Unternehmen, ist eine echte Inspiration. Die Mischung aus Pragmatismus und Leidenschaft führt zu Ergebnissen und bewirkt echte Veränderungen auf der Welt. Meiner Meinung nach gehört Greenpeace zu den wertvollsten Werkzeugen der weltweiten Gemeinschaft, wenn es darum geht, den derzeitigen fatalen Kurs unseres Planeten zu ändern", so Kumi.
"Die Geschichte lehrt uns, dass echter Wandel dann erfolgt, wenn gute Leute dazu bereit sind, im Namen von Frieden und Gerechtigkeit ihr Leben und ihre persönliche Sicherheit zu riskieren. Meiner Meinung nach ist Greenpeace heute die führende Organisation, wenn es darum geht, diesen Ansatz umzusetzen."


In seiner derzeitigen Rolle als Vorsitzender der Global Campaign for Climate Action (GCCA), der Greenpeace mit angehört, wird er sich in den nächsten Monaten darauf konzentrieren, Druck aus der Zivilbevölkerung sowie Kooperation zu erzeugen, damit auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember dieses Jahres ein umfassendes Paket vereinbart wird: ein Abkommen zur Reduktion der CO2-Emissionen, zum Schutz der tropischen Regenwälder und zur zur Abkehr von den fossilen Brennstoffen zugunsten von erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz.

Gerd Leipold bleibt bis November am Ruder; Er hat Folgendes über seinen Nachfolger zu sagen, mit dem er bereits eng zusammengearbeitet hat:

"Kumi verfügt über alle notwendigen Fähigkeiten, um Greenpeace voran zu bringen und angesichts der grössten Herausforderung zu führen, vor der die Organisation und unsere Erde jemals gestanden haben: dem Klimawandel."

Greenpeace International (Stichting Greenpeace Council) mit Sitz in Amsterdam ist die Organisation, die die weltweite Politik und Strategie von Greenpeace koordiniert.

Wie können wir Kumi am besten willkommen heissen?
Indem wir aktiv werden! Verlangen Sie, dass die führenden Politiker der Welt persönlich am Kopenhagener Gipfel teilnehmen, und dass sie persönlich Verantwortung übernehmen und die richtigen Vereinbarungen treffen, um unseren Planeten vor einem ungebremsten Klimawandel zu bewahren.

Handeln
Erstaunlicherweise haben sich nur wenige der führenden Politiker der Welt auch nur dazu verpflichtet, an dem UN-Klimagipfel im Dezember teilzunehmen, auf dem Entscheidungen über die Zukunft unseres Planeten getroffen werden sollen. Lässt sich das Schicksal der Erde wirklich delegieren? Fordern Sie sie dazu auf, persönliche Verantwortung dafür zu übernehmen, dass das richtige Abkommen vereinbart wird.

Spenden
Um seine Unabhängigkeit zu wahren, akzeptiert Greenpeace keine Gelder von Staaten oder Unternehmen. Wir verlassen uns ausschliesslich auf die Unterstützung von Millionen von SpenderInnen, um weiterhin Siege gegen Umweltverschmutzer zu erringen und umweltfreundliche Lösungen zu schaffen.


 

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