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Über die ganze Schweiz verteilt gibt es gut 50 000 Flächen, die durch Altlasten verseucht sind: ehemalige Abfalldeponien, Gaswerkareale, Schrottplätze oder Gebiete mit Ölunfällen.
Auf seiner Homepage schreibt das Bundesamt für Umwelt, dass an 4000 dieser Standorte durch den Austritt von Schadstoffen «früher oder später eine Gefahr für Mensch und Umwelt» entsteht. Sie gefährden die Bodenfruchtbarkeit, es entweichen giftige Gase oder sie verschmutzen das Grundwasser. Um dieses Risiko zu entschärfen, gibt es nur eines: Gefährliche Altlasten müssen auf Kosten der Verursacher totalsaniert werden.
Totalsanieren heisst, die Schadstoffe dauerhaft zu beseitigen. Einfach einen Zaun rund ums kontaminierte Gebiet zu ziehen, ist keine Lösung. Und dafür zu sorgen, dass möglichst wenig Gifte austreten, reicht auch nicht. Die verantwortlichen Chemiefirmen müssen die Schadstoffe mit den besten verfügbaren Techniken vernichten. Kosten dürfen keine Rolle spielen, denn die Verantwortlichen hatten bei der nicht fachgerechten Entsorgung bereits viel Geld gespart.
Greenpeace fordert eine umgehende, sorgfältige Totalsanierung von gefährlichen Deponien. Die Gesundheit der Menschen und die Umwelt dürfen nicht durch Altlasten gefährdet sein.
Kommentar «Der Bund», 15.7.2006
Unterschied der Giftmüll-Entsorgung nach Baggerschurf- und Haufwerkmethode
Mangelhafte Beprobungen von Giftmüll aus der Chemiemülldeponie Hirschacker des Pharmagiganten Roche in Baden-Württemberg führten zu Fehldeklarationen und unsachgemässer Entsorgung von 17'000 Tonnen teils hochbelasteter Abfälle in neuen Deponien in Rheinland-Pfalz.
Abfallentsorgung und Wortbruch durch Roche bei der Chemiemüll-Deponie Hirschacker!
Der Gesundheitskonzern Roche ist einer der grössten Hersteller von Anti-Krebsmittel und erzielte 2008 einen Reingewinn von 10 Milliarden Schweizer Franken. Bei der Chemiemülldeponie Hirschacker in Grenzach-Wyhlen (D) aber will Roche Tausende von Tonnen krebserregenden Chemiemüll liegen lassen, den die Firma damals dort zum Teil selber grösstenteils ohne Bewilligung abgelagert hat.
«In Bonfol haben wir einen Standard gesetzt»
Nach zehnjährigem Tauziehen kann die Giftmülldeponie Bonfol jetzt saniert werden. Zu den Bedingungen von Greenpeace. Ein grosser Erfolg für die Umwelt – und für den Kampagnenleiter Matthias Wüthrich.
Interview mit Matthias Wüthrich
Ein Gespräch mit Chemie-Campaigner Matthias Wüthrich.
Chronologie Bonfol
Chronologie aller Ereignisse um Bonfol von 1961 bis 2008.
Petition: Rettet das Basler Trinkwasser!
Deponiechemikalien sind eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung im Raum Basel.
Bonfol: Aus Seveso nichts gelernt
In der Deponie Bonfol lagern erhebliche Mengen Dioxin – was die Basler Chemiekonzerne bisher immer abgestritten haben.
Wir behalten die Deponie Bonfol im Auge
Im Juli 2000 willigte die Basler Chemie in die Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol ein. Der Sanierungsprozess ist allerdings bis heute immernoch blockiert.
Dieses Projekt ist Gift für die Umwelt
Auf Druck von Greenpeace und des Kantons Jura muss die Basler Chemie die Sondermülldeponie Bonfol sanieren.
Altlasten: Hypotheken für unsere Zukunft
In der Schweiz gibt es 50000 belastete Standorte, die die Bodenfruchtbarkeit bedrohen, giftige Gase ausstossen, das Grundwasser verschmutzen und das Trinkwasser gefährden.
Examen du projet d'assainissement de la BCI (849.26 kb)
Examen des dossiers du Projet d'assainissement de la Décharge Industrielle de Bonfol (DIB).
Plädoyer für einen regionalen Grund- und Trinkwasserschutz in der Muttenzer Hard (249.5 kb)
Stellungsnahme zu den Abschlussberichten der Chemiemülldeponien Feldreben, Rothausstrasse und Margelacker in Muttenz. 27. Februar 2008