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Chemikalienpolitik

13.12.2006 Strasbourg, Frankreich: Protest gegen die Verabschiedung der EU-Chemikalienreform (REACH). ©P. Gleizes/Greenpeace

Eine Zukunft frei von Giftcocktails

Greenpeace steht schon lange für das Verbot von gefährlichen Chemikalien ein – und konnte schon einige Erfolge feiern. Aber immer wieder will sich die Industrie aus der Verantwortung stehlen.

Das Ziel ist ein «Non-Toxic Future», eine Welt, die nicht durch giftige Chemikalien bedroht wird. Auf dem Weg zu diesem Ziel fordert Greenpeace ständig neue Gesetze und arbeitet an deren Entstehung mit. So war Greenpeace etwa am  Zustandekommen der Stockholmer Konvention (2001) beteiligt, welche unmissverständlich zwölf besonders gefährliche  schwer abbaubare organische Schadstoffe verbietet.

Kritisch begleitet hat Greenpeace auch die Entstehung von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) der europäischen Union. Damit soll Chemikalien, deren Wirkung nicht bekannt ist, der Kampf angesagt werden. Obwohl die Industrielobby den ursprünglichen Entwurf zu verwässern wusste, müssen 30 000 Stoffe neu registriert werden.

Die EU-Kommission und das Parlament müssen sicherstellen, dass das Gesetz auch befolgt wird. Die Schweiz wird sich früher oder später dem EU-Recht anpassen müssen. Greenpeace wird darauf ein wachsames Auge werfen.

«Wir werden besser geschützt sein, aber noch lange nicht ausreichend! Gut ist, dass die besonders langlebigen, sich im Körper anreichernden Chemikalien vom Markt verschwinden müssen, wenn es Alternativen gibt. Das gilt leider für die erbgutschädigenden und krebserregenden Stoffe nicht.»

Corinna Hölzel, REACH-Expertin, Greenpeace Online, 15.12.2006



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