Trotz starker internationaler Proteste ist in Kanada am Samstag der Startschuss für die Robbenjagd gefallen. Dieses Jahr beläuft sich die Jagdquote auf 325’000 Tiere. Die Robben werden auf grausamste Weise erschlagen oder erschossen. Helfen Sie mit, dem brutalen Treiben ein Ende zu setzen, und bitten Sie den kanadischen Botschafter höflich, sich für das Ende der Jagd einzusetzen.


© Pierre Gleizes Greenpeace

Zürich. Kanadische Botschaft Kirchenfeldstrasse
88 3005 Bern

Sehr geehrter Herr Botschafter,

ich bin entsetzt darüber, dass in Kanada auch in diesem Jahr
wieder Tausende von Jungrobben erschlagen und erschossen werden.
Ich möchte Sie bitten, Ihren Einfluss bei der kanadischen Regierung
geltend zu machen, damit dieses sinnlose Töten aufhört. Sie schaden
damit dem Ruf Ihres Landes, das eigentlich für die Bewahrung von
Natur und Tierwelt steht.

Die Robben sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. In diesem Jahr
ist das Eis in den Aufzuchtregionen so dünn, dass schon viele der
Robbenbabies ertrunken sind. Das ist eine Folge des Klimawandels.
Aber auch Umweltgifte machen den Tieren zu schaffen. Und jetzt
ziehen wieder die Jäger aufs Eis. Das muss aufhören.

Kanada ist ein kulturell hoch entwickeltes und sehr reiches
Land. Es muss Ihnen möglich sein, diese grausame Jagd zu stoppen
und für die dort lebenden Menschen sinnvolle Beschäftigungen zu
finden. Die Robbenjagd ist nur ein saisonales „Geschäft“ für die
ehemaligen Fischer. Die Robben sind Sündenböcke einer verfehlten
Fischereipolitik. Wichtiger wäre ein sinnvolles Management der
Fischbestände, das allen ein Überleben sichert.

Mit freundlichen Grüssen