Die Allianz Stopp Atom stellt sich gegen den Bau neuer Atomkraftwerke. Sie wird deshalb die zwei Rahmenbewilligungsgesuche der Elektrizitätsunternehmen Axpo und BKW, welche heute anlässlich einer Medienveranstaltung angekündigt wurden, mit einem Referendum bekämpfen.


AKW Beznau 1 und 2 ©Greenpeace/Schäublin

Zürich. Die Atomenergie ist eine Technologie des letzten Jahrtausends mit gewaltigen Risiken. Die Atomenergie ist gesundheitsgefährdend. Laut der soeben veröffentlichten Studie der deutschen Strahlenschutzbehörde erkranken Kleinkinder, die in der Nähe eines AKW wohnen, signifikant häufiger an Leukämie, als andere Kleinkinder.

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Die Atomenergie ist wirtschaftsfeindlich, da sie ohne staatliche Subventionen viel zu teuer wäre. Dies geht auch aus der aktuellen politischen Diskussion um die Revision des Kernenergiehaftpflichtgesetzes hervor, welche nächste Woche im Ständerat debattiert wird. Gemäss geltendem Bundesgesetz haften AKW-Betreiber nur mit bis zu einer Milliarde Franken für mögliche Schäden durch Störfälle in der Höhe von mehreren hundert Milliarden Franken. Die Allianz Stopp Atom wird deshalb auch diese Gesetzesrevision bekämpfen.

Die Lagerungsproblematik für nukleare Abfälle ist nach wie vor ungelöst! Radioaktiver Abfall strahlt hunderttausende Jahre lang. Weltweit gibt es kein einziges Endlager. In Zwischenlagern platzierter Atommüll ist eine tickende Zeitbombe für nachkommende Generationen.

Die Allianz Stopp Atom setzt auf die Zukunft und damit auf die umwelt- und sozialverträgliche Nutzung neuer erneuerbarer Energien, in denen erwiesenermassen sehr viel Potenzial steckt. So erlebt die Solarenergie einen weltweiten Boom, wie die fünfte Studie «Solarenergie 2007 – Der Höhenflug der Solarindustrie hält an» der Bank Sarasin belegt. Die Windenergie ist bereits konkurrenzfähig, wie man z.B. in Deutschland, aber auch in zahlreichen anderen Regionen beobachten kann. Die drastische Verbesserung der Stromeffizienz und die Förderung nachhaltiger energieeffizienter Technologien sind weitere Massnahmen, die zu einer befriedigenden Lösung führen.

Aus diesen Überlegungen wird die Allianz Stopp Atom Rahmenbewilligungsgesuche für weitere Atomkraftwerke in der Schweiz mit dem Referendum bekämpfen. Die Allianz Stopp Atom, in der die wichtigsten Exponenten der Anti-AKW-Bewegung der Schweiz, Umweltorganisationen sowie Parteien und Interessengruppierungen vertreten sind, ist organisiert, die Ressourcen stehen bereit. Die Allianz ist überzeugt, dass sie die Abstimmung gewinnen wird!

Kontakt:

Jürg Buri, Geschäftsleiter Schweizerische Energie-Stifung SES und Präsident der Allianz Stopp Atom, 078 627 84 14

Leo Scherer, Kampagne gegen Atomgefahren, Greenpeace Schweiz, 078 720 48 36

Pour plus d’informations en français: Isabelle Chevalley, Sortir du nucléaire, 079 627 92 30