Da das Internet meistens extrem langsam ist, fasse ich die letzten drei Tage alle im selben Eintrag. Bitte das Datum beachten. Sposiba!

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Mittwoch, 16. April 2008
Das Beladen des russischen Transporters startete also etwa um 19.00 Uhr. Das alte Büro von Greenpeace Moskau wird heute als Lagerraum, Essraum und Konferenzraum gebraucht. Viel Material musste in den Laster geladen werden. Schaufeln, Broschüren, Greenpeace Kalender, Essen für 150 Leute für drei Tage, Zelte, Töpfe, Kochmaterialien, Schulhefte etc.
Vieles wurde in Schachteln gepackt und vorher gazählt und angeschrieben. Das leuchtete mir ein, da nicht alles Material am gleichen Ort ausgeladen werden sollte. Um ca. 24.00 Uhr fuhren wir zu fünft Richtung Ryazan. Dort angekommen belegten wir ein Hotel und legten uns gegen fünf Uhr morgens hin.

Donnerstag, 17. April 2008
Das Material wurde in der Schule in die Turnhalle gebracht. Dort verbrachten zwei von uns noch einmal etliche Stunden damit, das ganze zu sortieren. Diesbezüglich möchte ich erwähnen, dass ich an der russischen Art etwas zu organisieren, eigentlich nichts auszusetzen habe. Es mag wohl daran liegen, dass ich erst seit kurzem in Russland bin und mich noch nicht wieder richtig eingelebt habe. Aus Erfahrung weiss ich, dass alles funktioniert . Es dauert einfach etwas länger und man muss EXTREEEEM flexibel sein.
Mit Grischa, unserem russischen Fahrer, begab ich mich auf die Tour um die jungen Bäumchen und das Brennholz für das Camp zu kaufen. Den Herrn, der mit dem Holz und den jungen Baumchen irgendwie zu tun hatte, nahmen wir in unserem Bus gleich mit. Er half uns die Bäumchen einzuladen und konnte auch bei seinem Kollegen wegen dem Brennholz anklopfen. Rubel Nötchen wurden umhergeschoben und alle waren zufrieden. Die Art etwas zu organisieren ist unverkrampft, gelöst und funktoniert. Einfach gewöhnungsbedürftig, manchmal nervig und höllisch Natel-abhängig. Die Fahrten zwischen Schule und Materialort werden durchwegs zum weiteren Organisieren gebraucht. Zeitweilen war ich der einzige, der nicht am Telefon war. (Fahrer inklusive!)
Zurück in der Schule haben wir einiges an Material wieder in den Bus gepackt und haben uns dann nach einem weiteren langen Tag im Hostel hingelegt. Ich war ziemlich entkräftet, da ich doch einiges rumgetragen hatte an diesem Tag.

Freitag, 18. April 2008
Nachdem sich meine Bandscheiben in der Nacht wieder ausweiten konnten ging es ans weitere Planen. Der heutige Tag wird darin bestehen, die Kids aus verschiedenen Regionen in der Schule unterzubringen und dann die eigentliche Arbeit zu erklären und zu starten. Ich habe ja selber auch noch nie Bäume gepflanzt und so wird das auch für mich eine lehrreiche Angelegenheit werden. Auf Russisch kann ich eigentlich problemlos verstehen um was es geht. Manchmal fehlen dann die exakten Details, wobei ich die jeweils etwas später auch erfahre und das neu gelernte Wort sofort zu speichern versuche. Geht ganz gut. Ich muss einfach die wichtigsten Woerter, wie BAUM, PFLANZEN etc schnell dazulernen.
Meine Angst, dass es eine verregnete Geschichte geben würde, hat sich im Moment in Luft aufgelöst. Die Sonne scheint wieder und der Wind hat auch etwas nachgelassen.
Viele Kinder haben sich nun in der Schule einquartiert und wir haben uns alle zusammen eine Präsentation von Greenpeace allgemein und der „Kids-for-Forest“ angeschaut. Die lokale „priroda“ (Natur) Gruppe von Ryazan war sogar mit einem eingenen Kurzfilm präsent. Sehr viele sehr motivierte junge Leute. Ich wurde als „eta markus..on dla schwitzaria…on goworot otschen choroscho po russkie u po anglizski u po nimezki…“ vorgestellt. Was etwa heisst, dass ich aus der Schweiz sei, sehr gut Russisch, Englisch und Deutsch spreche. Das ist hin und wieder nicht ganz der Fall. Jedenfalls beim Russisch. Aber ich gebe mir Mühe und es scheint ganz gut zu gehen. Morgen werden wir auf das Feld gehen um mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen. Klimaschutz und CO2-Reduktion. Wir werden Bäume pflanzen…
Ich werde berichten. Bilder folgen. Die Leitung hier ist sooooo langsam….

Da saftra
Mapkyc

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