Heute hat Greenpeace in Finnland und in Frankreich zwei Aktionen gestartet, um auf das Versagen der französischen Atomindustrie hinzuweisen. Ein riesiger Zeppelin mit der Aufschrift «Atomkraft – nein danke!» fliegt derzeit über Olkiluoto (Finnland), wo seit 2005 am weltweit ersten European Pressurised Reactor (EPR) gebaut wird. In Frankreich blockieren Aktivisten drei Kieswerke, welche die Flamanville-Baustelle mit Baumaterial versorgen. Eine Schweizer Greenpeace-Recherche legt nahe, dass die Schweiz im Fall eines AKW-Neubaus mit genau diesem Reaktormodell französischer Herkunft zu rechnen hätte.


Der als «Flaggschiff» der Atomindustrie angepriesene EPR floppte erst in Olkiluoto, dann beim zweiten Anlauf im französischen Flamanville.©Greenpeace

Zürich. Der als «Flaggschiff» der Atomindustrie angepriesene EPR floppte erst in Olkiluoto, dann beim zweiten Anlauf im französischen Flamanville. Höchst beunruhigend also, dass sich gemäss Greenpeace-Recherchen die Hinweise für folgende Vermutung verdichten: Der Stromkonzern Atel hatte beim Einreichen des Rahmenbewilligungsgesuches diesen Monat bereits den Reaktortypen EPR im Auge.

» Pressemeldung  24. Juni 2008

» Pressebilder zum Thema

» Factsheet «EPR – European Pressurized Reactor»

» Hintergrund zu den möglichen Absichten der ATEL

» Hintergrund zu Flamanville