Greenpeace hat in Russland einen wichtigen Sieg für die Umwelt errungen. Ein Teil der Infrastruktur für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi muss an einen anderen Ort als geplant verschoben und darf nicht im ökologisch wertvollsten Gebietes des Sochi-Nationalparkes gebaut werden. Das hat der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag nach starkem Druck von Greenpeace, UNO-Behörden und anderen Umweltorganisationen entschieden.


Der Grushevny Mountain Ridge im Sochi Nationalpark. ©Greenpeace

Ein Teil der olympischen Infrastruktur – die Bobbahn für 11’000 Zuschauer und das olympische Dorf – sollte ursprünglich in die gleich dreifach geschützte Zone «Grushevny Mountain Ridge» gebaut werden: im Territorium des Sochi-Nationalparks, in der Pufferzone des UNESCO Weltnaturerbes Westkaukaukasus und direkt an das Kaukasus Biosphärenreservat angrenzend. Dieses Gebiet zählt mit seiner einmaligen Landschafts- und Artenvielfalt  und über 100 bedrohten Arten der roten Liste Russlands zu den ökologischen «Hot Spots» Russlands von hoher internationaler Bedeutung.

«Dieser Entscheid freut uns ausserordentlich. Das gibt uns die Hoffnung, dass Sochi 2014 grüne Olympische Spiel werden können», sagt der Verantwortliche für Naturschutzgebiete bei Greenpeace Russland, Mikhail Kreindlin. «Es liegt weiterhin viel Arbeit vor uns. Das Hauptproblem von Sochi 2014 scheint nun aber gelöst zu sein.»

Hintergrund Sochi Winterolympiade 2014

Magazin Greenpeace: Ein Naturschutzgebiet wird zur olympischen Sportlandschaft