Civitavecchia, Heute Morgen bestiegen fünf Greenpeace-AktivistInnen einen Kran im Kohlekraftwerk Civitavecchia, Italien. Darunter sind auch drei Schweizer Kletterer. Um gegen die desaströse italienische Klimapolitik zu protestieren, entrollten die Umweltschützer zwei Transparente mit der Aufschrift „Italienische Regierung gegen Kyoto“ und „Keine neuen Kohlekraftwerke“ in italienischer Sprache. Gleichzeitig schrieben weitere AktivistInnen „Quit Coal“ direkt auf die Hafenmauer der Anlage.


Keine neuen Kohlekraftwerke! © Greenpeace

Greenpeace verlangt von der italienischen Regierung, die Torpedierung der EU-Klimapolitik sofort zu stoppen und ein sofortiges Moratorium gegen alle neuen Kohlekraftwerke zu verhängen. Der italienische Klima-Campaigner Francesco Tedesco dazu: „Wir müssen den Klimawandel endlich ernst nehmen, weg von der Kohlekraft kommen und den Erneuerbaren Energien zum Durchbruch verhelfen. Stattdessen erhöht das Kohlekraftwerk Civitavecchia die CO2-Emissionen zu einer Zeit wo sie reduziert gehören – so kann Italien die Kyoto-Ziele nicht erreichen.“

Von allen fossilen Energien ist Kohle die schädlichste für das Klima und muss daher als erste ersetzt werden. Nicht nur in Italien, sondern auf der ganzen Welt. Statt mit gutem Beispiel voranzugehen, setzen Schweizer Stromanbieter vermehrt auf Beteiligungen an Kohlekraftwerken in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel die Berner Kraftwerke BKW mit ihrem Projekt von 1.6 Milliarden Franken im deutschen Dörpen.

Im Vorfeld der nächsten Welt-Klimakonferenz, die im Dezember in Polen stattfindet, besuchen die Greenpeace-Schiffe Rainbow Warrior und Arctic Sunrise die Mittelmeerküste und alle Küsten Europas mit der Forderung, sofort aus der Kohlekraft auszusteigen und die Erneuerbaren Energien zu fördern. Nur mit diesem Schritt kann der Klimawandel gebremst werden.

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