Der Bundesrat verhandelt zur Zeit über ein 3. Stabilisierungsprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft. Greenpeace fordert, dass substanzielle Mittel dieses Programms in die Förderung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz fliessen, zum Beispiel durch den Ersatz von stromfressenden Elektroheizungen. Solche Massnahmen schaffen Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Betrieben und kommen zudem der Umwelt zugute.


Arbeiter in der Filterhalle des ersten geothermischen Kraftwerks Deutschlands. Das Kraftwerk verwandelt Erdwärme in elektrischen Strom. Die Turbine mit 250 KW erzeugt jährlich knapp anderthalb Millionen Kilowattstunden, den Jahresbedarf von 500 Haushalten.

Das 2. Stabilisierungsprogramm des Bundes enthält bereits Massnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstosses. So ist zum Beispiel der Einsatz von 10 Mio. Franken für den Ersatz von stromfressenden Elektroheizungen ein erster, aber leider nur sehr bescheidener Schritt. Damit können lediglich 1% aller Elektroheizungen durch effizientere Heizsysteme ersetzt werden. Greenpeace fordert im Rahmen des 3. Stabilisierungsprogramms die konsequente Fortsetzung dieser Bemühungen. Mit einem weiteren Subventionsbeitrag von 30 Mio. Franken könnten 10.000 der 170.000 bestehenden Elektroheizungen ersetzt werden. Damit würde das 10-fache an Investitionen ausgelöst, wovon Hersteller der Alternativ-Heiztechnologien und das Installationsgewerbe gleichermassen profitieren. Der Ersatz sämtlicher bestehender Elektroheizungen würde die CO2-Emissionen der Schweiz um bis zu 3% reduzieren und mehrere hundert neue Stellen schaffen. Besonders angesichts der drohenden Jugendarbeitslosigkeit wären diese Arbeitsplätze in zukunftsgerichteten Branchen Gold wert.

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