Rinderfarm im Amazonas ©Greenpeace/Beltrà
Rinderfarm im Amazonas ©Greenpeace/Beltrà

Nike will zukünftig auf Leder verzichten, dass zur Regenwaldzerstörung im Amazonas führt. Das hat der Konzern gestern bekanntgegeben. Er hat damit als erster Schuhhersteller auf den Greenpeace Report «Slaughtering the Amazon» vom Juni 2009 reagiert.

Darin hat Greenpeace aufgezeigt, dass die führenden Fleisch-, Leder- und Schuhhersteller der Welt von Rinderunternehmen in Brasilien beliefert werden, welche für illegale Abholzung, Landdiebstahl und sogar Sklaverei verantwortlich sind. Die Rinderzucht ist für 80% der Abholzung im Amazonas verantwortlich. Sie hat somit massive Auswirkungen auf den Klimawandel: Drei Viertel der Treibhausgasemissionen in Brasilien gehen auf das Konto der Regenwaldzerstörung.

Bleibt nur zu hoffen, dass Nike seine Lieferanten so gut unter Kontrolle hat, dass KonsumentInnen 100% sicher sein können, dass sie mit dem Kauf von einem Nike Sportschuh auch wirklich keine Regenwaldzerstörung mitfinanziert. Doch Nike scheint es tatsächlich ernst zu meinen: der Konzern verlangt von seinen Lieferanten ein System zur Rückverfolgung, mit dem es möglich wird nachzuvollziehen woher das Leder stammt. Zudem hat Nike die Greenpeace Policy „Commit or Cancel“ unterschrieben.

Das ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung. Doch damit in Zukunft gar kein Amazonas Regenwald mehr abgeholzt wird, ist es unbedingt nötig, dass auch die anderen Schuh-, Leder- und Fleischhersteller dem Beispiel von Nike folgen.

Fordern Sie Adidas, Reebok, Clarks und Timberland auf, dem Beispiel von Nike zu folgen

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