Der Einsatz dreier Schweizer Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten im finnischen Urwaldcamp von 2005 hat sich gelohnt: In Nellim/Lappland haben sich Rentierhalter der Sami und die Forstbehörde Metsähallitus auf ein Moratorium geeinigt. Im Wald von Nellim wird 20 Jahre lang nicht mehr eingeschlagen. Das ist ein voller Erfolg für die Ureinwohner und Greenpeace.

956416cc63Der Einsatz dreier Schweizer Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten im finnischen Urwaldcamp von 2005 hat sich gelohnt: In Nellim/Lappland haben sich Rentierhalter der Sami und die Forstbehörde Metsähallitus auf ein Moratorium geeinigt. Im Wald von Nellim wird 20 Jahre lang nicht mehr eingeschlagen. Das ist ein voller Erfolg für die Ureinwohner und Greenpeace.

Im März und April 2005 errichtete Greenpeace bei Nellim ein Urwaldschutzcamp, um gegen die fortschreitende Zerstörung der alten Wälder zu protestieren. Greenpeace-Aktivisten halfen den Rentierhaltern, ihre wichtigsten Winterweiden zu demarkieren. 

Im Jahr 2005 verklagten die drei Rentierhalter der Sami-Familie Paadar die Forstbehörde Metsähallitus, die auf der etwa 13’000 Hektar grossen Waldfläche ungebremst einschlagen liess.

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Ich war damals zusammen mit zwei weiteren Aktivisten aus der Schweiz im Urwaldcamp dabei. Bei unwirtlichen minus 30 Grad verbrachten wir die Nacht oft draussen im freien Schnee unter alten Nadelbäumen. Die Polarlichter flackerten im März noch einmal für uns auf. Tagsüber katografierten wir die Gebiete der Sami-Rentierzüchter und machten mit Aktionen auf ihre Probleme und den massiven Holzeinschlag in dem Gebiet aufmerksam. Die Ureinwohner leben heute nicht mehr sehr traditonell, haben Höfe, die eher an die hiesigen Landwirte erinnern. Doch sie lassen ihre Herden noch immer den ganzen Winter über im Urwald draussen, wo die Rentiere Schutz und Nahrung in Form von Gräsern und Moos finden, die sie unter der dicken Schneedecke aufstöbern und herausscharren. Irrsinnig, dass wir mit den Sami jetzt diesen Erfolg feiern können. Prost, auf ein Neues;-)

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