Das Climate Defender Camp und alle damit verknüpften Satelliten-Aktivitäten, wie z.B. die bunte Demonstration in Jakarta am Samstag mit Hunderten von Freiwilligen, haben inzwischen höhere Wellen in Indonesien geschlagen, als wir es uns hätten erträumen lassen. Ende letzter Woche hat der Forstminister angekündigt, dass die Bewilligung des Papierkonzerns APRIL zur Waldabholzung auf der Halbinsel Kampar einstweilen eingefroren wird. Das Ministerium leitet zudem eine Untersuchung ein. Heute ist nun der offizielle Brief zu diesem Entscheid veröffentlicht worden. Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass  Präsident Yudhoyono bereit sei für ein Gespräch mit Greenpeace – mal schauen ob er diese Ankündigung einhält. Hier schon mal ein grosses Merci an alle, welche dem Präsidenten ein Protestmail geschickt haben haben!

Unsere Forderung an an ihn: Durch den Schutz und Erhalt  der Torfwälder kann Indonesien als weltweit drittgrösstes Klimasünderland 40 Prozent seiner CO2-Emissionen reduzieren. Die  Entwaldung macht nämlich über 80 % der indonesischen CO2-Emissionen aus – und ganze 40% davon entstehen durch Umwandlung von Torfwäldern zu Plantagen.

Was wir von Konzernen wie April und Sinar Mas fordern, ist nicht etwa die Einstellung ihrer Papier- oder Palmölproduktion. Würden sie die Produktion auf bestehenden Plantagenflächen optimieren, müssten sie nicht weiter in intakte Wälder expandieren. Dies würde jedoch höhere Investitionen bedeuten, was für den schnellen und kurzfristigen Profit weniger interessant ist. Ein Factsheet zu Indonesiens Torwäldern, APRIL, Sinar Mas, Klima etc.

Am Sonntag haben wir (Greenepace-Aktivsiten und Einwohner von Teluk Meranti) die Dammkonstruktion beendet. Darin stecken mindestens 1500 schwere Sandsäcke und 3 Wochen Knochenarbeit . Mehr dazu auf meinem Greenpeace International Blogbeitrag.

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