Unserem Aufruf, Nestlé anzurufen oder zu schreiben, sind Leute in diversen Ländern gefolgt. Kommentare auf  englisch findet man hier. Vielen Dank an alle, die unserem Ruf gefolgt sind!  Ich möchte hier nun auf ein paar Passagen aus der Nestlé-Antwort eingehen und dazu Ermuntern, weitere Fragen an die Firma zu stellen. Jede Kundenmeinung zählt!

Unserem Aufruf, Nestlé anzurufen oder zu schreiben, sind Leute in diversen Ländern gefolgt. Kommentare auf  englisch findet man hier. Vielen Dank an alle, die unserem Ruf gefolgt sind!  Ich möchte hier nun auf ein paar Passagen aus der Nestlé-Antwort eingehen und dazu Ermuntern, weitere Fragen an die Firma zu stellen. Jede Kundenmeinung zählt!

N: Nestlé informierte jüngst über ihr Engagement, bis 2015 nur «zertifiziert nachhaltiges Palmöl» zu verwenden, falls dies in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. GP: Indonesien verlor laut neusten Zahlen des Forstministeriums in den letzten Jahren 1 Mio. ha Naturwald pro Jahr  – grösstenteils für die Umwandung zu Plantagen – das entspricht etwa einem Viertel der Schweiz. Indonesien verliert seine Urwälder in den nächsten 20 Jahren, wenn so weitergemacht wird wie in den letzten Jahren. Angesichts dessen ist die Aussage, dass man zertifiziertes Palmöl in 5 Jahren erwirbt, FALLS es dann überhaupt verfügbar ist, absolut inakzeptabel.

N: Im Hinblick auf unsere Beschaffung von Papier und Verpackungsmaterial bestätigen wir, dass wir kein Material von Asia Pulp & Paper (APP) beziehen.

GP: Der Teufel steckt im Detail: was hier natürlich interessiert, sind die Papier und Verpackungsmaterialen, welche Nestlé wie beim Palmöl grösstenteils über Drittlieferanten bezieht. Hierauf angesprochen haben wir noch keine befriedigende Antwort erhalten. Diese  Formulierung „wir beziehen kein Material von APP“ ist für den Konsumenten irreführend – auch wenn juristisch korrekt.

N: Der Nestlé-Lieferanten-Kodex legt bestimmte unabdingbare Mindeststandards fest, die unsere Lieferanten bei Geschäftsvorgängen zu respektieren und einzuhalten haben. Der Kodex umfasst auch Anforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz. GP: Es lohnt sich absolut, einen Blick in den Nestlé-Lieferanten-Kodex zu werfen. Auf S. 3, Abs.  V findet man zum Thema Umwelt lediglich einen Satz:  „Der Lieferant muss umweltbewusst arbeiten und die Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften sicherstellen, die in dem Land gelten, in dem die Produkte hergestellt bzw. die Leistungen erbracht werden.“ Da wir klares Beweismaterial haben, dass die Sinar-Mas-Gruppe illegale Aktivitäten für ihre Palmölproduktion anwendet, ist der Kodex klar verletzt. Und dies haben wir Nestlé schon mehrmals  letztes Jahr kommuniziert. Unabgesehen davon ist es meines Erachtens absolut ungenügend, das Kapitel Umwelt mit einem mageren Satz im Kodex abzudecken (auch der unbestimmten „Nachhaltigkeitsabsatz II“ auf S. 1 mag da nicht viel Substanzielles beifügen). Genug gewartet – jetzt ist Zeit für Veränderungen! Helft mit diese Botschaft weiter zu tragen!

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