Das durch Landwirtschaft und Klimawandel bedrohte weltberühmte Great Barrier Reef vor Australien wird nach einem Schiffsunglück von einer Ölpest bedroht. Ein chinesischer Frachter lief am Samstagabend mit voller Fahrt auf das Korallenriff auf. Seitdem sitzt es fest und droht auseinanderzubrechen. An Bord sind 950 Tonnen Öl und 65’000 Tonnen Kohle. Zwei Schlepper stabilisieren nun die «Shen Neng 1», damit wurde die Gefahr des Auseinanderbrechens etwas verringert. Es dringen aber schon kleinere Mengen Schweröl aus dem Frachter. Nun soll der Frachter leergepumpt werden.

Das durch Landwirtschaft und Klimawandel bedrohte weltberühmte Great Barrier Reef vor Australien wird nach einem Schiffsunglück von einer Ölpest bedroht. Ein chinesischer Frachter lief am Samstagabend mit voller Fahrt auf das Korallenriff auf. Seitdem sitzt es fest und droht auseinanderzubrechen. An Bord sind 950 Tonnen Öl und 65’000 Tonnen Kohle. Zwei Schlepper stabilisieren nun die «Shen Neng 1», damit wurde die Gefahr des Auseinanderbrechens etwas verringert. Es dringen aber schon kleinere Mengen Schweröl aus dem Frachter. Nun soll der Frachter leergepumpt werden.

Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriff und das grösste Lebewesen der Erde und wird den sieben Weltwundern der Natur zugerechnet. Im Jahre 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es liegt nordöstlich von Australien an der Ostküste des Bundesstaates Queensland im Südpazifik und erstreckt sich von der Torres-Strasse vor Papua-Neuguinea bis zur Lady-Elliot-Insel, die etwa 75 Kilometer nordöstlich von Bundaberg liegt. Es ist inzwischen auf eine Länge von gut 2’300 Kilometern angewachsen und erreicht damit eine Ausdehnung vom 10. bis zum 24. südlichen Breitengrad.

Ich selber habe das Unterwasserparadies im Oktober 2009 besucht – nur wenige hundert Kilometer vom Ort entfernt, wo der Frachter nun aufgelaufen ist. Die nahegelegenen Koralleninseln wie Heron Island, Lady Musgrave und Lady Eliott sind nicht nur Taucherparadiese. Sie sind Brutplätze für Millionen von Vögeln sowie von seltenen Meeresschildkröten. Sie sind Lebensort von Delfinen, Haien, Mantas und anderen unzähligen Meeresbewohnern. Diese Farbenpracht und Formenvielfalt gibt es kaum mehr anderswo auf der Welt. Es wäre eine Tragödie für die Natur und ein herber Verlust für die Menschheit, wenn dieses Ökosystem verschmutzt werden würde. Was haben Handelsschiffe auch so nahe am Great Barrier Reef zu suchen? Warum führen deren Routen noch immer so nahe an diesem so einzigartigen und sensiblen Ökosystem vorbei? Das darf einfach nicht sein!

UPDATE 12.4.2010

Der am Ostersamstag am weltberühmten Korallenriff auf Grund gelaufene chinesische Frachter ist freigeschleppt worden. Rechtzeitig vor einem drohenden Sturm. Damit ist die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Great Barrier Reef vorerst gebannt. Abgesehen von den immensen Spuren am Riff, die das Auflaufen leider hinterlassen hat. Da die Schiffs-Handelsrouten noch immer so nah am Riff vorbeigehen, ist es wohl leider nur eine Frage der der Zeit, bis einmal wirklich etwas passiert.

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