UBS und Credit Suisse finanzieren Firmen, die in der kanadischen Provinz Alberta Ölsand abbauen. Die Ölsand-Ausbeutung verwandelt riesige Waldflächen in Mondlandschaften und vergiftet die Umwelt.


Aktivist auf Schornstein in Ölsandabbauwerk in Fort Saskatchewan

Eine Greenpeace-Studie weist nach, dass UBS und CS an 20 Firmen beteiligt sind, die in Kanada Ölsand abbauen. Bis heute hat der Ölsandabbau in Kanada bereits Waldflächen zerstört, deren Ausdehnung von St. Gallen nach Genf reichen würde. Die Investitionen und Geschäftsbeziehungen der Schweizer Banken stehen im krassen Widerspruch zu ihrem Bekenntnis zum Umweltschutz. So spricht die UBS von ihrem „Engagement für die Umwelt, das in ihrer Umweltpolitik verankert ist“.  Auch die CS bezeichnet den „Schutz der Umwelt, insbesondere des Klimas“ als „eine der vordringlichsten Aufgaben unserer Zeit“.

Die Gewinnung von Erdöl aus Ölsand erfordert jedoch enorme Mengen an Energie, die CO2-Emissionen durch den Abbau sind 3- bis 5-mal höher als bei der konventionellen Ölförderung. Ausserdem werden für die Gewinnung des Öls enorme Mengen Wasser benötigt und verschmutzt. Greenpeace fordert UBS und CS auf, ihre Investitionen in den Ölsandabbau und die daran beteiligten Firmen so rasch wie möglich abzubauen. Ausserdem sollen die Banken ihre Kunden, die über Aktien oder Anleihen in den Ölsandabbau investieren, über die zerstörerischen Auswirkungen dieser Form der Ölgewinnung aufklären.

Report: The financing of tar sands companies by UBS and Credit Suisse (PDF, engl.)