Eine Gruppe von Menschen versucht die Ölverschmutzung auf einer Insel vor Louisiana zu reinigen. © Daniel Beltrá / Greenpeace

 

Die in Zug ansässige Ölbohrfirma Transocean will für maximal 27 Millionen Dollar haftbar sein, sollten ihr aus der Ölpest im Golf von Mexiko gesetzliche Verpflichtungen auferlegt werden. Dies geht aus einer Eingabe der Firma bei einem US-Gericht in Texas hervor. Im Schreiben an das Gericht sieht sich Transocean als nicht haftbar für jeglichen Verlust, Schaden oder für Verletzungen, die durch die Ölpest entstehen. Sollte Transocean von US-Gerichten dennoch für Teile der Katastrophe haftbar gemacht werden, soll die Summe höchstens soviel betragen, wie die Plattform wirklich wert gewesen sei. Laut dem Unternehmen sind dies knapp 27 Millionen Dollar. Das stösst auf massive Kritik. Ein US-Staatsanwalt bezeichnete die Transocean-Eingabe vor dem Senatskomitee für Energie und natürliche Ressourcen als unangebracht.

Gleichzeitig macht der Schweizer Konzern aus dem Unglück durch eine Versicherungssumme über dem tatsächlichen Wert der gesunkenen Plattform rund 270 Mio. Dollar Profit. Zur Erinnerung: Transocean zahlte nach der Katastrophe Dividenden von einer Milliarde Dollar an die Aktionäre aus. Will sich die Firma damit schützen, um allfällige Kosten nicht begleichen zu können, die ihm durch die US-Justiz im Zusammenhang mit der Ölpest drohen?

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