Die Geiselnahme von Areva-Mitarbeitern in der Uranmine von Arlit hält die französische Regierung in Atem. Der Verteidigungsminister musste aus Kanada einfliegen, französische Militäraufklärer suchen nach den Entführern und Eliteeinheiten rüsten sich für eine Befreiungsaktion. Dass die Entführung von fünf Franzosen und zwei Afrikanern eine solche Hektik auslöst, kommt nicht von ungefähr: die Uranminen im Niger sind für die Energieversorgung Frankreichs von strategischer Bedeutung. Rund ein Drittel der französischen Atomkraftwerke produzieren mit Uran aus dem Niger, rund drei Viertel des französischen Stroms stammen aus Atomkraftwerken. Von der Versorgung mit Uran abgeschnitten zu werden, kann sich Frankreich nicht leisten. Im Moment scheint die Uranförderung in Arlit zumindest ohne französische Techniker auskommen zu müssen: sämtliche französischen Mitarbeiter  wurden aus den zwei Uran-Minen im Norden des Landes in die Hauptstadt Niamey evakuiert oder gleich nach Frankreich geflogen. Der Anführer des Al-Kaida-Ablegers AQM (Al Quaida im Maghreb) hat offenbar erkannt, dass die Abhängigkeit Frankreichs von der Uranzufuhr aus dem Niger die Grossmacht extrem verletzlich macht. Die Abhängigkeit vom Uran kann genauso unangenehm werden wie die Abhängigkeit vom Öl. So wie die USA im Irak „unsere“ Ölversorgung sichern, wird auch Frankreich „seine“ Uranminen zunehmend militärisch schützen müssen. Das nigrische Militär und die eingesetzten Söldnertruppen waren in Arlit dazu offenbar nicht in der Lage. Die Schweiz schickt zwar keine Soldaten in den Irak oder in den Niger, aber auch unser Benzin und unser Strom kommen letztich aus dem Ausland: der französische Areva-Konzern gehört zu den wichtigsten Uran-Lieferanten der Schweizerischen Atomkraftwerke. Es ist Zeit, dass wir uns unabhängig machen von ausländischen Energieimporten und uns eine Energieversorgung schaffen, die mit lokalen Ressourcen auskommt.

Die Geiselnahme von Areva-Mitarbeitern in der Uranmine von Arlit hält die französische Regierung in Atem. Der Verteidigungsminister musste aus Kanada einfliegen, französische Militäraufklärer suchen nach den Entführern und Eliteeinheiten rüsten sich für eine Befreiungsaktion.
Dass die Entführung von fünf Franzosen und zwei Afrikanern eine solche Hektik auslöst, kommt nicht von ungefähr: die Uranminen im Niger sind für die Energieversorgung Frankreichs von strategischer Bedeutung. Rund ein Drittel der französischen Atomkraftwerke produzieren mit Uran aus dem Niger, rund drei Viertel des französischen Stroms stammen aus Atomkraftwerken.
Von der Versorgung mit Uran abgeschnitten zu werden, kann sich Frankreich nicht leisten. Im Moment scheint die Uranförderung in Arlit zumindest ohne französische Techniker auskommen zu müssen: sämtliche französischen Mitarbeiter  wurden aus den zwei Uran-Minen im Norden des Landes in die Hauptstadt Niamey evakuiert oder gleich nach Frankreich geflogen.
Der Anführer des Al-Kaida-Ablegers AQM (Al Quaida im Maghreb) hat offenbar erkannt, dass die Abhängigkeit Frankreichs von der Uranzufuhr aus dem Niger die Grossmacht extrem verletzlich macht. Die Abhängigkeit vom Uran kann genauso unangenehm werden wie die Abhängigkeit vom Öl. So wie die USA im Irak „unsere“ Ölversorgung sichern, wird auch Frankreich „seine“ Uranminen zunehmend militärisch schützen müssen. Das nigrische Militär und die eingesetzten Söldnertruppen waren in Arlit dazu offenbar nicht in der Lage.

Die Schweiz schickt zwar keine Soldaten in den Irak oder in den Niger, aber auch unser Benzin und unser Strom kommen letztich aus dem Ausland: der französische Areva-Konzern gehört zu den wichtigsten Uran-Lieferanten der Schweizerischen Atomkraftwerke. Es ist Zeit, dass wir uns unabhängig machen von ausländischen Energieimporten und uns eine Energieversorgung schaffen, die mit lokalen Ressourcen auskommt.

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