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Schwimmender Aktivist hindert die „Stena Carron“ an der Weiterfahrt

© Will Rose / Greenpeace

Ein Gerichtsentscheid zwang die Aktivisten die Überlebenskapsel an der Ankerkette des Schiffes aufzugeben. Nun blockieren schwimmende und rudernde Aktivisten die Weiterfahrt des Schiffes direkt vom Wasser aus.


Schwimmender Aktivist hindert die „Stena Carron“ an der Weiterfahrt

© Will Rose / Greenpeace

Ein Gerichtsentscheid zwang die Aktivisten die Überlebenskapsel an der Ankerkette des Schiffes aufzugeben. Nun blockieren schwimmende und rudernde Aktivisten die Weiterfahrt des Schiffes direkt vom Wasser aus.

Nach 100 Stunden mussten die Greenpeace-Aktivisten letzten Samstag die Besetzung des Ölbohrschiffes „Stena Carron“ beenden. Ein Gerichtsentscheid zwang sie die Überlebenskapsel an der Ankerkette zu entfernen.

Nur Stunden nach dem Ende dieser Blockade nahm das Schiff seinen Kurs auf das Lagavulin-Ölfeld im Nordatlantik wieder auf. Hier sollen – im hohen Norden – neue Ölquellen in der Tiefsee erschlossen werden. Dies kein halbes Jahr nachdem eine der modernsten Ölbohrplattform im Golf von Mexiko explodierte, das austretende Öl monatelang nicht gestoppt werden konnte und die ganze Golfregion verseuchte.

Gestern Mittag haben die Greenpeace Aktivisten den Kampf gegen neue Tiefseebohrungen vom Wasser aus wieder aufgenommen. Seit 13:30 Uhr schwimmen Greenpeace Aktivisten im kalten Meer und blockieren so die Weiterfahrt des Schiffes. Leila Deen, eine der Schwimmerinnen meint dazu: „Ich war heute Morgen bei Sonnenaufgang im Wasser um dieses riesige Schiff zu stoppen. Es ist verrückt, dass wir dies tun müssen, wenn doch ein Regierungsentscheid weitere Tiefseebohrungen verbieten sollte. Wir werden die Stena Carron möglichst lange aufhalten. Wir müssen weg vom Öl um den Klimawandel zu Stoppen.“

Vom 20. – 24. September hatte in Bergen (Norwegen) die OSPAR-Konferenz stattgefunden. Die Umweltminister der 15 Nordatlantikstaaten (darunter die Schweiz als Rheinanliegerland, der in den Nordostatlantik mündet) hatten es in der Hand ein Moratorium für Tiefseebohrungen durchzusetzen, ein entsprechender Antrag lag vor. Doch ein Beschluss blieb aus, nicht mal eine Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien fand statt. Die Umweltminister haben eine weitere Chance verpasst und versagt.

Schiffe wie die „Stena Carron“ bringen untragbare Gefahren in den hohen Norden, sie müssen auf dem Weg gestoppt werden. Bevor sich Dramen wie im Golf von Mexiko wiederholen.

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