Greenpeace fordert die Axpo in einem offenen Brief zu Transparenz und Verantwortung in Bezug auf das Brennmaterial aus der kerntechnischen Anlage Majak in Russland auf.

Greenpeace fordert die Axpo in einem offenen Brief zu Transparenz und Verantwortung in Bezug auf das Brennmaterial aus der kerntechnischen Anlage Majak in Russland auf.

In der Sendung „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens vom 8. September 20101 hat Manfred Thumann, CEO der Axpo AG, zugegeben, dass die Axpo Brennmaterial aus der kerntechnischen Anlage Majak in Russland bezieht.

Majak gilt neben Tschernobyl, wo 1986 ein Reaktor explodierte, als verstrahltester Ort der Welt. Einerseits, weil in den 50-er Jahren ein Tank mit hoch radioaktivem Plutonium explodierte, andererseits, weil auch heute noch im laufenden Betrieb radioaktive Abwässer direkt in den Fluss Tetscha geleitet werden.

Dieses Eingeständnis von Herrn Thumann bestätigt die Nachforschungen von Greenpeace. Wir haben bereits am 13. März 2009 die Axpo-Geschäftsleitung auf falsche und unvollständige Angaben in der Ökobilanz des KKW Beznau hingewiesen. In diesem Dokument fehlt Majak als Brennelemente-Unterlieferant. Wir wurden über Monate vertröstet, obwohl in der Rundschau Herr Forsstrom von der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA festhielt, dass einzig Majak als Lieferant für das angesprochene Brennmaterial in Frage kommt. Herr Forsstrom bestätigte auch, dies sei eine offizielle Information der IAEA.

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