Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Wiederaufnahme des Endlagerausbaus in Gorleben (D).

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Wiederaufnahme des Endlagerausbaus in Gorleben (D).

Rund 40 Aktivisten von Greenpeace Deutschland geben heute dem Bundesumweltministerium einen neuen Namen. Es heißt jetzt Bundesministerium für Atomkraft und Konzerninteressen. Sie tauschen dafür die offizielle Messingtafel am Eingang aus, Kletterer hängen ein gleichlautendes 10 x 20 Meter großes Transparent an die Hauptfassade des Ministeriums. Die Aktivisten protestieren damit gegen die Politik des verantwortlichen Ministers Norbert Röttgen (CDU) und die für heute angekündigte Wiederaufnahme der Erkundung des Salzstocks Gorleben. Die Umweltschützer fordern von Röttgen die endgültige Einstellung der Erkundung von Gorleben und die Aufgabe von Gorleben als Endlagerstandort.

„Röttgen hat versagt. Er hat sich von der Umweltpolitik abgewandt und lässt sich sein Handeln von den Atomkonzernen diktieren. In den zwölf Monaten seiner Amtszeit hat er sein Haus in ein Atomministerium umgewandelt“, sagt Tobias Münchmeyer, Energieexperte bei Greenpeace. „Wer sich so für die Interessen der Atomindustrie ins Zeug legt, hat es verdient, als der erste Bundesatomminister seit Franz-Josef Strauß bezeichnet zu werden.“

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