Heute treffen sich Aktionäre des französisch-multinationalen Baukonzerns Vinci zu ihrer jährlichen Generalversammlung in Paris. Sie werden von Evgenieva Chirikova und einem Flash Mob mit der Botschaft erwartet, die Zerstörung des Chimki-Waldes unverzüglich zu stoppen.Im UNO-Jahr der Wälder erlaubt sich der Baugigant Vinci, den Bau einer neuen mautpflichtigen Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg mitten durch das geschützte Waldgebiet Chimki zu führen. Vinci verletzt mit dem vorliegenden Projekt sowohl ihre eigenen Umweltrichtlinien sowie ihre UN Global Compact Verpflichtungen, was ihnen bereits Ende März von der Organisation Bankwatch nahegelegt worden ist.Mit der Entscheidung, eine Autobahn durch den Chimki Wald zu bauen, ist eine der wichtigsten Naturschutzbestimmungen der russischen Gesetzgebung verletzt worden. Laut Gesetz ist die Umwandlung von geschütztem Wald zu Bauland für Bauobjekte von öffentlichem Interesse nur dann zulässig, falls keine Alternativen vorliegen. Im vorliegenden Fall gäbe es jedoch 11 alternative Varianten, welche nicht durch den Chimki Wald führen würden und zudem billiger und streckenmässig kürzer wären. Diese Rechtswidrigkeit wurde jedoch vom obersten russischen Gericht aufgrund der auch auf Gerichtsebene vorherrschenden Korruption nicht bejaht. Der Fall des Chimki Waldes geht weit über das Thema Waldschutz hinaus und enthält einen schockierender Cocktail an Skandalen sowie Bürgerrechts- und Menschenrechtsverletzungen: Die Umwandlung des Waldes zu Bauland ist mit solch hohen Gewinnen verknüpft, dass die wirtschaftlichen Nutzniesser in den letzten drei Jahren vor keiner noch so brutalen und illegalen Massnahme gegen engagierte Bürger, Umweltaktivisten oder Journalisten zurückgeschreckt sind: Dutzende von Körperverletzungen, Mord, mehrmalige Mordversuche, Bedrohung von Kindern sowie Brandstiftung gegen Häuser und Autos von Anwohner und Aktivisten wurden gemeldet. Lesen Sie die Chronik der Gewalt auf Englisch hier:

Heute treffen sich Aktionäre des französisch-multinationalen Baukonzerns Vinci zu ihrer jährlichen Generalversammlung in Paris. Sie werden von Evgenieva Chirikova und einem Flash Mob mit der Botschaft erwartet, die Zerstörung des Chimki-Waldes unverzüglich zu stoppen.
Im UNO-Jahr der Wälder erlaubt sich der Baugigant Vinci, den Bau einer neuen mautpflichtigen Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg mitten durch das geschützte Waldgebiet Chimki zu führen. Vinci verletzt mit dem vorliegenden Projekt sowohl ihre eigenen Umweltrichtlinien sowie ihre UN Global Compact Verpflichtungen, was ihnen bereits Ende März von der Organisation Bankwatch nahegelegt worden ist.

Mit der Entscheidung, eine Autobahn durch den Chimki Wald zu bauen, ist eine der wichtigsten Naturschutzbestimmungen der russischen Gesetzgebung verletzt worden. Laut Gesetz ist die Umwandlung von geschütztem Wald zu Bauland für Bauobjekte von öffentlichem Interesse nur dann zulässig, falls keine Alternativen vorliegen. Im vorliegenden Fall gäbe es jedoch 11 alternative Varianten, welche nicht durch den Chimki Wald führen würden und zudem billiger und streckenmässig kürzer wären. Diese Rechtswidrigkeit wurde jedoch vom obersten russischen Gericht aufgrund der auch auf Gerichtsebene vorherrschenden Korruption nicht bejaht.

Der Fall des Chimki Waldes geht weit über das Thema Waldschutz hinaus und enthält einen schockierender Cocktail an Skandalen sowie Bürgerrechts- und Menschenrechtsverletzungen: Die Umwandlung des Waldes zu Bauland ist mit solch hohen Gewinnen verknüpft, dass die wirtschaftlichen Nutzniesser in den letzten drei Jahren vor keiner noch so brutalen und illegalen Massnahme gegen engagierte Bürger, Umweltaktivisten oder Journalisten zurückgeschreckt sind: Dutzende von Körperverletzungen, Mord, mehrmalige Mordversuche, Bedrohung von Kindern sowie Brandstiftung gegen Häuser und Autos von Anwohner und Aktivisten wurden gemeldet. Lesen Sie die Chronik der Gewalt auf Englisch hier:

Obwohl Russlands Präsident Dimitri Medwedew den Bau im vergangenen Sommer nach massiven Protesten in Moskau vorläufig gestoppt hatte, haben die Abholzungen diesen April zur Vorbereitung der Bauarbeiten erneut begonnen. Dies nachdem russische Regierung und Gericht dem Druck der wirtschaftlichen Nutzniesser erneut nachgegeben haben. Und wieder geben sich Aktivisten in Gefahr, indem sie zum Beispiel an den Schauplätzen der illegalen Holzeinschläge nach Einschlagserlaubnis-Dokumenten fragen, die nicht existieren. Anstatt diese laut russischem Gesetz rechtmässige Forderung zu unterstützen, deckt die Polizei die Holzfäller und schlägt und verhaftet Aktvisten – wie auf folgenden Fotos ersichtlich:

 


© Greenpeace / Vadim Kantor

 

Noch ist es jedoch nicht zu spät, die Zerstörung des Chimki Waldes sowie weitere Bürger- und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Von Vinci fordern wir, die Beteiligung am Bau der Autobahn durch den Chimki-Wald entweder sofort zu sistieren oder sich dafür einzusetzen, dass die russische Regierung eine der Alternativrouten anordnet, die nicht zur Zerstörung des Chimki-Waldes führen.

Handeln auch Sie und unterstützen Sie die russischen Aktivisten, die Leben und Freiheit für den Waldschutz aufs Spiel setzen, mit dieser Petition:

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