Die drei Greenpeace Aktivisten platzten am 19. Dezember 2009 ins königliche Dinner und protestierten für ein wirksames Klimaschutzabkommen.

© AFP PHOTO/Jens Norgaard/Scanpix 2009

Kopenhagen/Zürich, 22.8.2011. Heute – gut eineinhalb Jahre nach der Klimakonferenz in Kopenhagen – hat ein dänisches Gericht das Strafmass gegen die elf Greenpeace-AktivistInnen bekannt gegeben: 14 Tage Gefängnis bedingt, erlassen auf ein Jahr.  Damit liegt das Strafmass deutlich unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

«Das ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit. Das Gericht hat klar die Notwendigkeit von friedlichem, politischem Protest in unserer Gesellschaft anerkannt…aber zu viel Zeit und Geld wurde für die Verfolgung der friedlichen AktivistInnen aufgewendet. Wo doch das wirkliche Verbrechen darin bestand, dass 120 Staatschefs es nicht fertig brachten, faire, ambitiöse und verbindliche Klimaziele zu beschliessen», meint Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace International.

Wir erinnern uns: Am Abend des 17. Dezember 2009 betraten drei AktivistInnen als Staatschef von «Mutter Erde», dessen Frau und deren Leibwächter den roten Teppich vor dem Parlamentsgebäude. Hier sollte wenig später das königliche Galadinner für 120 Staatschefs stattfinden. Bei deren Ankunft entrollten die Aktivisten ein Banner mit der Aufschrift «Politicians talk, Leaders act», mit dem sie die Politiker zur Rettung des Klimas aufforderten. Die Norwegerin Nora Christiansen, der Schweizer Christian Schmutz und zwei andere wurden während des Protests festgenommen und für 21 Tage inhaftiert. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete von Hausfriedensbruch über Dokumentenfälschung bis hin zur Gefährdung der Königin.

Greenpeace und die AktivistInnen sind erleichtert, dass der Gerichtsfall jetzt abgeschlossen ist und sie sich wieder voll und ganz auf Inhalte konzentrieren können. Denn mit Blick auf die nächste Klimakonferenz in Durban/Südafrika (Ende November 2011) sind die politischen Leader der Welt mehr denn je aufgefordert, im Klimaschutz schnellstmöglich vorwärts zu machen. Greenpeace wird den Druck auf sie aufrecht halten.

Mehr Infos unter www.greenpeace.org oder bei

Kaspar Schuler, Kampagnenleiter Klima & Energie: 044 447 41 80

 

 

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