Auch unsere deutschen Nachbarn haben den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.  Aber das Problem des Atommülls bleibt hüben wie drüben ungelöst. Einen Monat vor dem nächsten geplanten Transport nach Gorleben weisen unsere deutschen Greenpeace-Kollegen heute einen Berechnungsfehler nach, der zeigt: der Castor darf nicht rollen!

Auch unsere deutschen Nachbarn haben den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.  Aber das Problem des Atommülls bleibt hüben wie drüben ungelöst. Einen Monat vor dem nächsten geplanten Transport nach Gorleben weisen unsere deutschen Greenpeace-Kollegen heute einen Berechnungsfehler nach, der zeigt: der Castor darf nicht rollen!

Soweit die Pläne: Elf Castoren, beladen mit über 120 Tonnen hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague, sollen im November auf die lange Reise ins Zwischenlager nach Gorleben geschickt werden. Die 44-fache Menge an Radioaktivität, die in Fukushima freigesetzt wurde, rollt damit durch Frankreich und Deutschland – und landet in einer Art Kartoffelscheune unweit des niedersächsischen Elbdorfes Gorleben. Und das, obwohl es nachweislich einen geeigneteren Ort für die Zwischenlagerung gäbe: Sicherer und näher ist das Zwischenlager am AKW Philippsburg, wie Greenpeace bereits aufgezeigt hat.

 

Ende Oktober will das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) über den Castortransport entscheiden. Durch die nun veröffentlichten neuen Berechnungen wird dieser Beschluss nicht weniger brisant. Im Gegenteil. Das NMU hatte einen Strahlenwert von 0,233 Millisievert errechnet. Die Greenpeace-Berechnungen aber ergeben eine mögliche diesjährige Strahlendosis von 0,305 Millisievert. Damit würde der dort der zulässige Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert bis Jahresende überschritten werden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache, der Castortransport muss für dieses Jahr abgesagt werden, so Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace Deutschland. Bei der Bewertung des Ministeriums handelt es sich um klare Berechnungsfehler, bei denen es keinen Interpretationsspielraum gibt. Es scheint, als hätte Umweltminister Sander die Messwerte heruntergerechnet, um den geplanten Castortransport nicht zu gefährden.

Mehr dazu, wie es in der Schweiz um die Atommüll-Problematik steht, erfahren Sie bei der Schweizerischen Energiestiftung (SES)

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