07/13/2011: Fiktives Tennis-Spiel in Basel: Greenpeace fordert giftfreie Sportmode / © Greenpeace / Ex-Press / Miriam Künzli

 

Hartumkämpfter Fünfsatz-Sieg für Greenpeace: Nach Puma, Nike, Adidas und H&M reagieren nun auch die Textilkette C&A und die chinesische Sportmarke Li-Ning auf die weltweite Greenpeace-Kampagne gegen «schmutzige Wäsche». Das Einlenken der beiden Textilgrössen und der kürzlich veröffentlichte gemeinsame Fahrplan für eine giftfreie Zukunft sind wichtige Schritte in eine giftfreie Zukunft. Die Textilfirmen wollen ihre Firmenpolitik bis 2020 dahingehend umstellen, dass die Verwendung von gefährlichen Substanzen entlang der gesamten Liefer- und Produktionskette gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Greenpeace fordert ein noch entschiedeneres Vorgehen im Hinblick auf das bestehende Problem der Wasserverschmutzung und daher kurzfristigere und konkretere Zeitpläne für den Ausschluss der gefährlichsten Chemikalien. Die gesamte Branche muss erkennen, dass schmutzig hergestellte Mode in Zukunft nicht mehr salonfähig ist. Für die Modeproduzenten gilt: Wer nicht bald aus problematischen Chemikalien aussteigt, riskiert das Vertrauen der KonsumentInnen zu verlieren. Mit dem chinesischen Vorreiter Li-Ning, der den Greenpeace-Forderungen folgt, sind wir zuversichtlich, auch die chinesische Textilbranche von einer giftfreien Zukunft zu überzeugen.

Die Greenpeace-Kampagne zur «schmutzigen Wäsche» startete im Frühjahr dieses Jahres. In zwei Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass grosse Bekleidungsmarken Flüsse in China mit schadstoffhaltigen Abwässern belasten. Rückstände des hormonell wirksamen Umweltgiftes Nonylphenol fanden sich in den meisten der von Greenpeace untersuchten Textilproben internationaler Marken. Nach entsprechenden Verpflichtungen von Firmen wie Adidas, Nike, Puma und H&M kann Greenpeace nun mit dem Einlenken von C&A und Li-Ning einen weiteren Kampagnen-Erfolg verkünden.

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