Führt man sich die neue BKW-Strategie zu Gemüte, gibt es zuerst eine gute Nachricht: die BKW will die Energiewende offenbar mitgestalten. Doch leider geht sie dabei viel zu zögerlich vor. Als erstes muss sie den Bremsklotz Mühleberg los werden – sofort, und nicht erst bis «spätestens 2022», wie sie es jetzt ankündigt. Fährt die BKW ohne angezogene Handbremse in die Energiezukunft, lässt sich Mühleberg innert weniger Jahre ersetzen. Dass die Versorgungssicherheit ohne Mühleberg nicht gefährdet ist, hat die folgenlose Schnellabschaltung im Februar gezeigt. 

Führt man sich die neue BKW-Strategie zu Gemüte, gibt es zuerst eine gute Nachricht: die BKW will die Energiewende offenbar mitgestalten. Doch leider geht sie dabei viel zu zögerlich vor. Als erstes muss sie den Bremsklotz Mühleberg los werden – sofort, und nicht erst bis «spätestens 2022», wie sie es jetzt ankündigt. Fährt die BKW ohne angezogene Handbremse in die Energiezukunft, lässt sich Mühleberg innert weniger Jahre ersetzen. Dass die Versorgungssicherheit ohne Mühleberg nicht gefährdet ist, hat die folgenlose Schnellabschaltung im Februar gezeigt. 

Die einheimische Energiequelle Sonne spielt für die BKW eine untergeordnete Rolle. Dabei hat Sonnenenergie in der Schweiz das grösste Potential – auch punkto Wertschöpfung. Nur 14 m2 Solarzellen pro Berner oder Bernerin reichen aus, um das AKW Mühleberg zu ersetzen. Schweizweit warten 12’000 Solarprojekte auf den Bau, insgesamt sind es sogar 15’000 Projekte mit einem Produktionspotential von 1,5 Mal Mühleberg. Und jeden Monat kommen neue dazu.

Für die BKW ist jetzt nicht nur in der Energiestrategie, sondern auch in der Unternehmensführung frischer Wind gefragt: Der CEO-Sessel muss mit einer zupackenden Persönlichkeit besetzt werden, die voll hinter den Ausbau der erneuerbaren Energien steht.

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