Das Bündner Stimmvolk hat sich am Sonntag deutlich für den Klimaschutz und gegen den Kohleabbau ausgesprochen. Der Energiekonzern Repower wird nun auf ein umstrittenes Projekt in Saline Joniche, Kalabrien, verzichten müssen.  

Das Bündner Stimmvolk hat sich am Sonntag deutlich für den Klimaschutz und gegen den Kohleabbau ausgesprochen. Der Energiekonzern Repower wird nun auf ein umstrittenes Projekt in Saline Joniche, Kalabrien, verzichten müssen.  

Dies ist eine gute Nachricht Im Vorfeld des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der ab Montag in Stockholm tagen und am Freitag seinen wissenschaftlichen Bericht über die Klimaerwärmung veröffentlichen wird.

«Graubündens Bevölkerung hat sich eindeutig und unmissverständlich für den grenzüberschreitenden Klimaschutz ausgesprochen», sagt Kaspar Schuler, Kampagnenleiter Klima & Energie von Greenpeace Schweiz. «Die Menschen wollen keine Lippenbekenntnisse, sondern ein klares Ende des Kohlebbaus – in der Schweiz, in Italien und auch anderswo». 

Repower – ein Unternehmen, welches dieses Jahr für den Public Eye nominiert war – muss nun die Chance packen und stärker auf erneuerbare Energien setzen. «Denn wie die Schweiz durchlebt auch Italien zurzeit eine Energiewende. Windkraft und Fotovoltaik legen jährlich kräftig zu und die Bevölkerung in Kalabrien hat mehrmals zum Ausdruck gebracht, dass es auf Kohlekraftwerke verzichten will», sagt Schuler.

 

Widerstand auch in Deutschland 

Auch in einem weiteren Nachbarland wächst der Widerstand gegen die katastrophalen Folgen der Verstromung von Braunkohle. In Deutschland haben nämlich weit mehr als 120’000 Menschen in den vergangenen drei Monaten Einwendungen gegen den geplanten Braunkohletagebau Welzow-Süd II bei Cottbus geschrieben.

Kein anderer Brennstoff setzt so viel klimaschädliches Kohlendioxid je Kilowattstunde Strom frei wie Braunkohle. Der Wirkungsgrad von Braunkohlekraftwerken liegt zumeist deutlich unter 40 Prozent. Das heisst, zwei Drittel der eingesetzten Energie gehen als Abwärme in die Luft. Zusätzlich hinterlässt Braunkohle beim Abbau riesige Kraterlandschaften.

 

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