Die niederländische Regierung hat angekündigt, den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg anzurufen, um gegen die Beschlagnahmung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise durch russische Behörden vorzugehen. Das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff war am 19. September von der russischen Küstenwache in internationalen Gewässern gestürmt worden, nachdem Greenpeace-Arktisschützerinnen und Arktisschützer friedlich an einer Gazprom-Ölplattform in der Petschorasee gegen die Zerstörung der Arktis protestiert hatten.

Die niederländische Regierung hat angekündigt, den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg anzurufen, um gegen die Beschlagnahmung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise durch russische Behörden vorzugehen. Das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff war am 19. September von der russischen Küstenwache in internationalen Gewässern gestürmt worden, nachdem Greenpeace-Arktisschützerinnen und Arktisschützer friedlich an einer Gazprom-Ölplattform in der Petschorasee gegen die Zerstörung der Arktis protestiert hatten.

 

Für sämtliche Besatzungsmitglieder, darunter der Schweizer Marco Weber, wurde nach der Stürmung eine zweimonatige Untersuchungshaft angeordnet. Gegen sie wurde Anklage wegen „bandenmässiger Piraterie“ erhoben. 

Anwälte der Aktivisten haben gegen die Anklage Berufung eingelegt. Ein erstes Berufungsverfahren wird am 8. Oktober stattfinden. Bei diesem Verfahren werden zunächst zwei Aktivisten und der freiberufliche Fotograf Denis Sinyakov angehört, der – ebenso wie ein Videofilmer – ebenfalls der Piraterie angeklagt worden ist. Sinyakov hat vor der Verhandlung betont, dass er kein Aktivist sei, sondern ein Journalist, der für die Dokumentation der Geschehnisse in der Petschorasee engagiert worden sei.

Der Geschäftsführer von Greenpeace International, Kumi Naidoo, begrüsst die Entscheidung der niederländischen Regierung: „Die niederländische Regierung sendet ein starkes Signal, um internationale Gesetze und das Recht auf friedlichen Protest zu stützen. Die russischen Behörden werden ihr Verhalten jetzt vor einem internationalen Gerichtshof erklären müssen, vor dem sie ihre absurden Piraterie-Vorwürfe unmöglich aufrecht erhalten können.“

Naidoo äusserte die Hoffnung, dass der Seegerichtshof mit dem russischen Staatspräsident übereinstimmen werde. Dieser hatte im Rahmen einer Arktis-Konferenz seine Einschätzung geäussert, dass die Greenpeace-Aktivisten „eindeutig keine Piraten“ seien.

Bereits eine Million Menschen weltweit haben einen Appell an die russische Regierung unterschieben. Auch Sie können sich für die Arktisschützerinnen und Arktisschützer einsetzen: Schreiben sie an die russische Botschaft und fordern Sie die sofortige Freilassung von Marco Weber und der ganzen Besatzung der Arctic Sunrise!

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