Waren es früher wilde Tiere und Krankheiten und später Autos, die unsere Kinder bedrohten, so sind die Gefahren heute vielfältiger. Zu den realen Bedrohungen kommen virtuelle Fallen hinzu, die von den neuen Medien ausgelegt werden. Eltern stehen deswegen vor einer noch nie da gewesenen Herausforderung. Die Voraussetzung für deren Bewältigung ist einsichtig: „up to date“ halten! Und einfach zu bewerkstelligen, nämlich einschlägige Zeitschriften lesen und Trendportale besuchen. Die Umsetzung im Alltag ist indes etwas aufwändiger: Weil Eltern fürs gesunde Heranwachsen ihrer Kinder verantwortlich sind, kommen sie nicht umhin, die Produkte der innovativen Märkte zu erfassen, zu checken, auszuprobieren. Und wenn nötig an die Filter zu gehen. Die neue Erziehungsaufgabe – check, test, filter – also das Herausfiltern des Nützlichen aus dem Meer des Neuen -, gibt den Eltern freilich auch eine neue Wichtigkeit („New Importance of Parents“, kurz NIP genannt). Sie kommt spätestens dann zum Tragen, wenn das Kind in der Schule ist. Es macht den Lehrkräften Freude, Schüler/innen zu unterrichten, die über vorschulisch erworbene virtuelle Basiskompetenzen verfügen, und einen Parents Chat mit virtuo-aktiven Eltern zu halten. Dass damit die Erziehungsarbeit, namentlich für technikferne Mütter, etwas zunimmt, sollte insofern kein Problem darstellen, als sie bequem von zu Hause aus und jederzeit ausgeführt werden kann. Der Einwand, Frauen würden so kalt an den Herd zurück gestellt, stimmt nicht wirklich. Denn aus-lesen, probieren, sieben, vorkosten etc. sind nur scheinbar nahe an der Tätigkeit des Kochens. Kurz, die Eltern müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und dafür sorgen, dass die Heranwachsenden den Herausforderungen des modernen Lebens nachfrageseitig gewachsen sind. Denn die Verführung ist gross, die Fallen tief: Ob Internetsucht, Gametrieb, Handymanie oder ob Starseinwollen-Fieber – schnell sind junge Menschen angesteckt. Konkret bedeutet das beispielsweise, wenn der Sohn Porno-Bilder aufs Handy lädt, die 12jährige Tochter im Chat-Raum angemacht wird oder wenn die Zöglinge Hardcore-Videospiele konsumieren: Dann brauchen Eltern nichts weiteres zu tun, als dem Sohn den richtigen Umgang zu lehren, mit ihrer Tochter einen Chatraum-Check durchzuführen und die Games vorab selber zu spielen, um darüber reden zu können.Last but not least darf nicht vergessen werden, welch weites Feld sich hier auch für Grosseltern auftut, um neue sinnvolle Beschäftigungen und ein Sich-nützlich-fühlen zu finden: SMSeln, chatten und mailen mit Enkel/innen ist ein formidabler Jungbrunnen.

Waren es früher wilde Tiere und Krankheiten und später Autos, die unsere Kinder bedrohten, so sind die Gefahren heute vielfältiger. Zu den realen Bedrohungen kommen virtuelle Fallen hinzu, die von den neuen Medien ausgelegt werden. Eltern stehen deswegen vor einer noch nie da gewesenen Herausforderung. Die Voraussetzung für deren Bewältigung ist einsichtig: „up to date“ halten! Und einfach zu bewerkstelligen, nämlich einschlägige Zeitschriften lesen und Trendportale besuchen. Die Umsetzung im Alltag ist indes etwas aufwändiger: Weil Eltern fürs gesunde Heranwachsen ihrer Kinder verantwortlich sind, kommen sie nicht umhin, die Produkte der innovativen Märkte zu erfassen, zu checken, auszuprobieren. Und wenn nötig an die Filter zu gehen.

Die neue Erziehungsaufgabe – check, test, filter – also das Herausfiltern des Nützlichen aus dem Meer des Neuen -, gibt den Eltern freilich auch eine neue Wichtigkeit („New Importance of Parents“, kurz NIP genannt). Sie kommt spätestens dann zum Tragen, wenn das Kind in der Schule ist. Es macht den Lehrkräften Freude, Schüler/innen zu unterrichten, die über vorschulisch erworbene virtuelle Basiskompetenzen verfügen, und einen Parents Chat mit virtuo-aktiven Eltern zu halten.

Dass damit die Erziehungsarbeit, namentlich für technikferne Mütter, etwas zunimmt, sollte insofern kein Problem darstellen, als sie bequem von zu Hause aus und jederzeit ausgeführt werden kann. Der Einwand, Frauen würden so kalt an den Herd zurück gestellt, stimmt nicht wirklich. Denn aus-lesen, probieren, sieben, vorkosten etc. sind nur scheinbar nahe an der Tätigkeit des Kochens.

Kurz, die Eltern müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und dafür sorgen, dass die Heranwachsenden den Herausforderungen des modernen Lebens nachfrageseitig gewachsen sind. Denn die Verführung ist gross, die Fallen tief: Ob Internetsucht, Gametrieb, Handymanie oder ob Starseinwollen-Fieber – schnell sind junge Menschen angesteckt. Konkret bedeutet das beispielsweise, wenn der Sohn Porno-Bilder aufs Handy lädt, die 12jährige Tochter im Chat-Raum angemacht wird oder wenn die Zöglinge Hardcore-Videospiele konsumieren: Dann brauchen Eltern nichts weiteres zu tun, als dem Sohn den richtigen Umgang zu lehren, mit ihrer Tochter einen Chatraum-Check durchzuführen und die Games vorab selber zu spielen, um darüber reden zu können.

Last but not least darf nicht vergessen werden, welch weites Feld sich hier auch für Grosseltern auftut, um neue sinnvolle Beschäftigungen und ein Sich-nützlich-fühlen zu finden: SMSeln, chatten und mailen mit Enkel/innen ist ein formidabler Jungbrunnen.

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