Mit der gestrigen Ankündigung des britischen Textildiscounters Primark, sich dem Detox-Programm anzuschliessen, hat unsere Kampagne einen weiteren Meilenstein erreicht! Primark ist bereits das 20. weltweit tätige Textilunternehmen, das sich den Zielen dieser Kampagne verpflichtet hat und damit die Herausforderung annimmt, die Menschen überall auf der Welt an die Modebranche gestellt haben: Gefährliche Chemikalien müssen ein für allemal aus ihren Lieferketten verbannt werden!

Mit der gestrigen Ankündigung des britischen Textildiscounters Primark, sich dem Detox-Programm anzuschliessen, hat unsere Kampagne einen weiteren Meilenstein erreicht! Primark ist bereits das 20. weltweit tätige Textilunternehmen, das sich den Zielen dieser Kampagne verpflichtet hat und damit die Herausforderung annimmt, die Menschen überall auf der Welt an die Modebranche gestellt haben: Gefährliche Chemikalien müssen ein für allemal aus ihren Lieferketten verbannt werden!

Das sind tolle Neuigkeiten für die Kundinnen und Kunden von Primark, für die lokale Bevölkerung, die unter den Auswirkungen der giftigen Gewässerverschmutzung leidet, und für die Menschen überall auf der Welt.

Aber was geschieht eigentlich, wenn sich ein Konzern wie Primark der Kampagne anschliesst? Was muss die Firma tun, um ihr Versprechen auch tatsächlich zu halten und die giftigen kleinen Monster aus ihren Kleidern und Fabriken zu verbannen? 

Alles, was es dazu braucht, sind 5 Schritte:

Schritt 1 – Sich zum Entgiften verpflichten

 

Wie Primark gestern und Burberry letzte Woche müssen die Unternehmen erst eingestehen, dass sie ein Problem mit giftigen Chemikalien haben und dass sie dieses lösen müssen. Indem sie sich der Detox-Kampagne anschliessen, übernehmen sie persönlich die Ver­ant­­wortung dafür, glaubwürdige Anstrengungen für eine giftfreie Zukunft zu unternehmen – für ihre Kundinnen und Kunden und für die betroffene lokale Bevölkerung.

 

 

Schritt 2 – Die Monster ausfindig machen

Danach müssen die Unternehmen mit ihren Zulieferern zusammenarbeiten, um herauszufinden, wo im Produktionsprozess die gefährlichen Giftmonster wie etwa die Nonylphenolethoxylate versteckt sind. Und wenn ihnen das ge­lungen ist, müssen sie ihre Zulieferer dazu auffordern, beispielsweise bei den Waschmitteln oder Farbstoffen alternative Produkte zu verwenden, die keine gefährlichen Chemikalien ent­halten. Sollte noch keine gute Alternative verfügbar sein, müssen diese global tätigen Konzerne ihre Macht und ihren Einfluss geltend machen, um zusammen mit der Chemieindustrie solche giftfreien Alternativen zu entwickeln.

Schritt 3 – Reinen Tisch machen

Es muss offen informiert werden, welche Chemikalien die Zulieferer in die Gewässer einleiten! In den meisten Ländern, in denen unsere Kleider produziert werden, gibt es keine Regulierungen für den Umgang mit diesen Abwässern und sie werden auch nicht offiziell erfasst. Greenpeace hat zusammen mit dem Institute of Public & Environmental Affairs (IPE) das weltweit erste öffentlich zugängliche, freiwillige Register für Abwasserdaten aufge­baut und unterdessen haben führende Marken wie Mango dazu beigetragen, dass über 100 Zulieferer online bekannt geben, welche Substanzen sie in welchen Mengen in die Gewässer einleiten.

Schritt 4 – Achtung vor unbekannten Monstern

In der Textilindustrie werden rund 5’000 chemische Substanzen verwendet. Bei vielen von ihnen fehlen aber genügend Informationen über ihr Gefährdungspotenzial. Damit wir genau wissen, welche kleinen Monster sich tatsächlich in unseren Kleidern und Flüssen tummeln, müssen die Unternehmen ein Screening-Verfahren anwenden, um giftige Chemikalien zu identifizieren und auf eine schwarze Liste zu setzen. Das ist zweifellos eine Herkulesarbeit und deshalb haben die Unternehmen auch bis Ende 2019 Zeit dafür. Aber wir erwarten natürlich, dass sie schon heute damit beginnen.

Schritt 5 – Rechenschaft ablegen

Marken, die sich der Detox-Kampagne angeschlossen haben, müssen Rechenschaft über ihr Tun ablegen und gegenüber ihren Kundinnen und Kunden, der lokalen Bevölkerung und der Zivilgesellschaft Offenheit und Transparenz beweisen. Das ist absolut entscheidend. Als Bürgerinnen und Bürger dieser Welt überwachen wir die Unternehmen auf ihrem Weg in eine giftfreie Zukunft. Wir applaudieren jenen, die echte Fortschritte machen, und stellen jene an den Pranger, die ihren Worten keine Taten folgen lassen und die Detox-Kampagne nur benutzen, um sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen.

Trendsetter und Schlusslichter

In den vergangenen zwei Wochen haben sich mit Primark und Burberry zwei weitere führende Marken dem Detox-Programm angeschlossen und jetzt ist es an der Zeit, sie beim Wort zu nehmen. Detox-Trendsetter wie Mango, H&M oder auch Fast Retailing zeigen, wie’s geht. Leider sind andere Marken wie adidas oder Nike noch immer beim ersten Schritt steckengeblieben, während andere wie Disney noch nicht einmal in den Startlöchern sind. Diese Marken müssen entgiftet werden!

Der Modebranche muss bewusst sein, dass wir rasch handeln müssen, damit sich diese kleinen Giftmonster in den Flüssen, Seen und Meeren, von denen wir alle abhängig sind, nicht noch mehr vermehren und damit die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen überall auf der Welt gefährden. Die Einleitung giftiger Chemikalien in die Gewässer völlig zu unterbinden wird nicht einfach sein und dieses Ziel kann auch nicht über Nacht erreicht werden. Aber wenn sich die Unternehmen der Modebranche an diese 5 Schritte halten, tragen sie entscheidend dazu dabei, die giftfreie Zukunft zu erreichen, die unsere Kinder verdienen.

Aktiv werden

Gemeinsam haben wir es geschafft, 20 grossen Unternehmen von den Vorteilen einer giftfreien Zukunft zu überzeugen. Aber das reicht nicht.

Fordere Marken wie Disney und adidas dazu auf, Kleider herzustellen, auf die wir alle stolz sein können!


Video

Schau dir an, was die Detox-Kampagne bisher erreicht hat und wie das lautstarke Engagement vieler besorgter Menschen bereits 20 globale Unternehmen zum Zuhören und Umdenken gebracht hat. Dank der PeoplePower haben sie sich dazu verpflichtet, diesem Albtraum ein Ende zu setzen und unsere Flüsse, Seen und Meere ein für allemal von diesen giftigen kleinen Monstern zu befreien.

Share
Tweet
Share
+1
WhatsApp