Greenpeace-Aktivisten und -Aktivistinnen haben am frühen Freitagmorgen gegen die Alterungsprobleme des Atomkraftwerks Beznau protestiert und die Forderung „40 Jahre sind genug“ auf den ältesten Reaktor der Welt projiziert. Eine gestern publizierte Studie des deutschen Atomexperten Dieter Majer bringt gravierende altersbedingte Sicherheitsdefizite zu Tage. 

Greenpeace-Aktivisten und -Aktivistinnen haben am frühen Freitagmorgen gegen die Alterungsprobleme des Atomkraftwerks Beznau protestiert und die Forderung „40 Jahre sind genug“ auf den ältesten Reaktor der Welt projiziert. Eine gestern publizierte Studie des deutschen Atomexperten Dieter Majer bringt gravierende altersbedingte Sicherheitsdefizite zu Tage. 


1969-2014: Die Druckwasserreaktoren in Beznau sind die ältesten der Welt – zu alt, um sicher zu sein. (©Daniel Larizza / Greenpeace)

 

Risse im Kernmantel, korrosionsanfälliger Reaktordruckbehälterdeckel, unzureichende Sicherheit des Brennelementlagerbeckens: Obwohl die Vorwürfe happig sind und der ehemalige Chef der Deutschen Aufsichtsbehörde die sofortige Abschaltung der drei ältesten Anlagen fordert, hüllen sich die Betreiber BKW und Axpo sowie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in Schweigen. Ein solches Verhalten zeigt: Niemand übernimmt die Verantwortung und stellt die für eine unabhängige und umfassende Beurteilung nötigen Informationen zur Verfügung.

Damit der Bericht von Dieter Majer ernst genommen wird, haben Greenpeace- Aktivistinnen und -Aktivisten heute ein klares Signal gesetzt: Die Alterung der Reaktoren bleibt im Fokus der Öffentlichkeit und eine Laufzeitbeschränkung für alle AKW im Interesse der Schweizer Bevölkerung. 

Die Studie von Dieter Majer finde Sie hier. 

Ein Interview im «Echo der Zeit» finden Sie hier.

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