Einer der meistgehörtesten Werbeslogans der 1970er-Jahre kriegt heute eine andere Bedeutung. Mars macht mobil und verzichtet bis Ende 2015 auf Palmöl aus Regenwaldzerstörung. Der US-amerikanische Schokoriegel-Hersteller setzt damit ein deutliches Zeichen an die Konsumgüter-Branche: Die letzten Habitate von so wunderbaren und bedrohten Tierarten wie den Sumatra-Tigern oder den Orang-Utans in Indonesien müssen geschützt werden. 

Einer der meistgehörtesten Werbeslogans der 1970er-Jahre kriegt heute eine andere Bedeutung. Mars macht mobil und verzichtet bis Ende 2015 auf Palmöl aus Regenwaldzerstörung. Der US-amerikanische Schokoriegel-Hersteller setzt damit ein deutliches Zeichen an die Konsumgüter-Branche: Die letzten Habitate von so wunderbaren und bedrohten Tierarten wie den Sumatra-Tigern oder den Orang-Utans in Indonesien müssen geschützt werden. 

Dienstag, 11. März 2014

© Paul Hilton / Greenpeace

Mars schliesst sich  damit einer länger und länger werdenden Liste von Unternehmen an, die der Regenwaldzerstörung Einhalt gebieten wollen, darunter sind auch Nestlé, Unilever und L’Oreal. «Das zeigt, dass der Druck der Zivilgesellschaft, von Umweltorganisationen und von Konsumentinnen und Konsumenten seine Wirkung entfaltet», sagt Mirjam Kopp, Leiterin der Wald-Kampagne bei Greenpeace Schweiz.

Leider wehren sich Konzerne noch immer hartnäckig dagegen, die Greenpeace-Forderungen nach einer tigerfreundlichen Einkaufspolitik umzusetzen – wie Procter & Gamble, unter anderem Hersteller der Shampoos von Head & Shoulders. Der Konzern ist mit rund 460’000 Tonnen jährlich einer der grössten Palmöl-Abnehmer weltweit und bezieht beispielsweise Palmöl über Zwischenhändler wie Cargill oder Wilmar International, die wiederum von der Firma BW Plantation beliefert werden. Neue Greenpeace-Recherchen belegen, dass BW Plantation in der Provinz Zentral-Kalimantan tausende Hektar ausgewiesenen Orang-Utan-Lebensraum zerstört hat. Auch von den Firmen KLK und Musim Mas bezieht Procter & Gamble noch Palmöl. Beide Unternehmen werden ebenfalls mit Regenwaldzerstörung in Verbindung gebracht. «Procter & Gamble muss schleunigst Transparenz und Rückverfolgbarkeit in seine Lieferkette bringen und strengere Anforderungen an seine Palmöllieferanten stellen», sagt Kopp.

In Indonesien ist die Palmölproduktion der grösste Treiber der Entwaldung. Allein für Palmöl werden jährlich um die 150’000 Hektar Regenwälder zerstört. Die Austrocknung von Torfmooren und Rodung von Wäldern setzt klimaschädliches CO2 frei. Die Tiere des Waldes wie zum Beispiel der bedrohte Sumatra-Tiger oder der Orang-Utan verlieren ihren Lebensraum. Es kommt zu Landraub und Vertreibung der lokalen Gemeinden.

Fordern Sie Procter & Gamble auf, tigerfreundlich einzukaufen!

Unterschreiben Sie das Tiger-Manifest!

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