Seit 2013 teilt youthsolar – so heissen wir im internationalen Kontext – sein Know-How auch mit anderen Greenpeace-Büros weltweit: Das Programm ist als Teil einer nationalen politischen Energie-Kampagne auf ein internationales Level herangewachsen: Insgesamt haben wir in bald zwei Jahrzehnten mehrere hundert Anlagen mit über 13’000 jungen Menschen installiert.

In Brasilien, Frankreich, Griechenland, der Türkei und bald weiteren Ländern trainieren wir engagierte, junge Menschen in Solarenergie, mit dem erklärten Ziel, dass sie – die Solar-Multiplikatoren – ihr Wissen und ihre Begeisterung im Land verbreiten, selber Solarprojekte initiieren und begleiten.

 

Frankreich

Zusammen mit Greenpeace France haben wir 2015 eine 40 kWp Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle von Ungersheim installiert – tatkräftige Unterstützung erhielten wir von 14 lokalen GymnasiastInnen. Das Projekt dient als anschauliches Beispiel für eine erneuerbare Zukunft, die Kostenersparnisse mit neu entstehenden „grünen“ Jobs vereint. Der Ort liegt nur 30 km vom berühmt-berüchtigten AKW Fessenheim entfernt, was die Symbolkraft der Installation verstärkt. Ungersheim ist aber nicht nur ein Vorreiter für erneuerbare Energien, sondern auch als Transition Town ein Vorzeigebeispiel einer ganzheitlichen Lebensweise mit biologischem Landbau, energieeffizienten Häusern, Wind- und Solarenergie, sowie CO2-freien Transportmöglichkeiten mit Pferdewagen. Die grosse Eröffnungsfeier der Photovoltaikanlage war in das Transition Town-Festival eingebettet und wurde von Rob Hobkins, dem Gründer der gleichnamigen Bewegung, geleitet. Das Projekt genoss grosse mediale Präsenz, wodurch umliegende Gemeinden ebenfalls für Sonnenenergie begeistert werden konnten.

Ebenfalls sehenswert QU’EST-CE QU’ON ATTEND? – ein Film über Transition Towns, in dem auch Jugendsolar vorkommt:

 

Brasilien

2013 installierten wir in Kooperation mit Greenpeace Brasilien eine Photovoltaikanlage in Rio de Janeiro. 2014 folgten zwei weitere Solarprojekte in São Paulo und Uberlàndia. Zusätzlich haben wir 30 junge und engagierte Menschen in Solartechnologie ausgebildet. Diese Leute – wir nennen sie Solarmultiplikatoren – verbreiteten nach ihrem Training ihr gelerntes Wissen und ihre Begeisterung in ganz Brasilien. Eine Solarmultiplikatorin etwa lancierte die Initiative Ciupoa solar in ihrer Heimatstadt Porto Alegre. Ein weiteres Beispiel sind die Projeto Solares in Santarem.

Mehr Informationen: Greenpeace Brasilien

 

Griechenland

Im Herbst 2016 erfolgte der Kick-Off von Youthsolar in Griechenland mit dem Training von 15 jungen Volontären als Solarmultiplikatoren und einer Fahrradtour durch Athen bei sommerlichen 30 Grad. Die Fahrradtour führte durch die ganze Stadt, um auf das Thema Solarenergie aufmerksam zu machen. An diesem Anlass führten Youthsolar-Freiwillige Workshops zu Solarenergie durch und informierten über die Solarkampagne von Greenpeace Griechenland. Im Vordergrund steht dabei, Familien mit tiefen Einkommen den Zugang zu Solarenergie zu ermöglichen. 2015 wurden durch Greenpeace schon zwei Installationen als Pilotprojekte für Familien mit geringem Einkommen auf Rhodos durchgeführt.

Mehr Infos dazu auf: greenpeacegreece.org/projects/2015_climate/solarize/

 

Türkei

 

 

 

 

 

 

 

 

Güneş Kafe – Solarenergie und Frieden!

Nach all den einschneidenden politischen Ereignissen in der Türkei setzten unsere Kollegen von Greenpeace Mediterranean 2016 mit der GPMED Shiptour positive Zeichen der Hoffnung und des Friedens für die Zivilbevölkerung. Die Integration von Solarenergie in die Gesellschaft bringt Sicherheit und Gerechtigkeit. Als Begleitung des Greenpeaceschiffs “Rainbow-Warrior” tourte auch gleichzeitig eine Solarkarawane mit von Youthsolar trainierten Greenpeace-Mitarbeitern durch die Türkei, um für das unerschöpfliche Potenzial der Solarenergie zu sensibilisieren.

Allerlei spannende Solaraktivitäten wie Solarkino oder solare Kunst und Spiele für die BesucherInnen konnten dabei erfahren werden. Ein Highlight stellten die permanenten Solarladestationen fürs Handy dar, die in der Nähe von Flüchtlingshotspots installiert wurden. So ermöglichten wir auch Menschen auf der Flucht Zugang zu erneuerbarer Energie.