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Die Start der Kanukraft-gegen-Atom-Tour vor dem AKW Mühleberg

Seit letztem Sonntagmorgen fahren wir – eine handvoll Greenpeace-Freiwillige – während 8 Tagen auf der Aare mit dem Kanu vom Atomkraftwerk Mühleberg nach Gösgen, Leibstadt, Beznau und schliesslich den Rhein runter nach Basel. Nachdem wir an allen fünf Schweizer AKWs vorbeigefahren sind treffen wir am Sonntag in der Rheinstadt Basel auf das Greenpeace-Schiff Beluga.


Die Start der Kanukraft-gegen-Atom-Tour vor dem AKW Mühleberg

Seit letztem Sonntagmorgen fahren wir – eine handvoll Greenpeace-Freiwillige – während 8 Tagen auf der Aare mit dem Kanu vom Atomkraftwerk Mühleberg nach Gösgen, Leibstadt, Beznau und schliesslich den Rhein runter nach Basel. Nachdem wir an allen fünf Schweizer AKWs vorbeigefahren sind treffen wir am Sonntag in der Rheinstadt Basel auf das Greenpeace-Schiff Beluga.

Auf unserer 8-tägigen Kanufahrt unter dem Motto «Kanukraft statt Atom» führen wir regelmässig Aktivitäten durch und berichten darüber auf unserem Blog sowie auf Twitter. Mit der Tour machen wir auf die Gefahren aufmerksam, die von den überalterten AKW in der Schweiz ausgehen. «Die Uralt-Reaktoren sind tickende Zeitbomben. 40 Jahre sind genug, Beznau und Mühleberg müssen sofort vom Netz!», meinen wir Kanut_innen. Schon letzten Samstagabend feierten wir unseren Tourbeginn vor dem AKW Mühleberg mit der Openair Party «Mühleberg austanzen», wobei wir in 70er-Jahre-Klamotten angereist waren, um so den Bogen zum Alter des AKW zu schlagen und auf die kantonale Abstimmung «Mühleberg vom Netz» (18. Mai) hinzuweisen. Leider wollte die Betriebswache nicht mittanzen.

Am Dienstag übernachteten wir im Oberaargau beim Gelände des einstigen AKW-Projekts Graben, das Anfang der 1990er-Jahre aufgrund des grossen politischen Widerstands von den Bernischen Kraftwerken (BKW) aufgegeben wurde.


Widerstand lohnt sich – in Graben BE konnte so einst der Bau eines Atomkraftwerks verhindert werden

Am Mittwoch durchquerten wir Olten und erreichten so die Ruine Gösgen, wo wir in Sichtweite des AKW-Kühlturms unser Biwak aufschlugen. Am Ufer kochten wir Suppe und symbolisierten so, dass wir Jungen die atomare Suppe auslöffeln müssen, die uns die Generation unserer Eltern und Grosseltern eingebrockt hat.


Wer löffelt die AKW-Suppe aus, die frühere Generationen angerichtet haben?

Seit Donnerstag geht es weiter durch den Aargau an den AKW Beznau und Leibstadt vorbei. Dabei werden wir weitere Aktivitäten durchführen, unter anderem zum Tschernobyl-Jahrestag diesen Samstag eine Mahnwache für die Opfer von Atomkraftwerken errichten. Voraussichtlich am Sonntag treffen wir in der Basler Schifflände das Greenpeace-Schiff Beluga, das auf «Stop Risking Europe»-Tour ist, und so  vom 26. April bis 22. Juni die Risiken der überalterten Atomkraftwerke in Europa thematisiert. Mit Beznau steht in der Schweiz das älteste AKW der Welt.

In Europa sind 66 der 151 AKW bereits älter als 30 Jahre, sieben sogar älter als 40 Jahre. Ein kürzlich veröffentlichter Report von Greenpeace beweist: Das steigende Alter von AKW erhöht die Gefahr eines schweren Unfalls. Das AKW Beznau ist mit 45 Jahren die älteste Anlage der Welt und sollte laut einem Experten sofort abgeschaltet werden, weil es erhebliche Sicherheitsdefizite wie Korrosionserscheinungen aufweist. Zudem stehen in Beznau von 71 aufgezeichneten sicherheitsrelevanten Vorkommnissen über 50% im Zusammenhang mit dem Alter. Mühleberg und Beznau müssen deshalb jetzt vom Netz!

 

Open Boat Day mit Führungen auf dem Greenpeace-Schiff Beluga II

Die Beluga II tourt ab April 2014 durch Europa, um die Menschen über die Problematik der überalterten AKW aufzuklären. An Bord gibt es zum Thema eine Ausstellung und verschiedene Aktivitäten zum Mitmachen.

Nutze diese einmalige Gelegenheit, im Binnenland Schweiz ein Greenpeace-Schiff zu besuchen, und schau vorbei an den Open Boat Days an der Basler Schifflände!

Freitag 2. Mai 10.00 – 18.00 Uhr
Samstag 3. Mai 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 4. Mai 14.00 – 18.00 Uhr

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