Der virale Greenpeace-Film «LEGO: Everything is NOT awesome» wurde von YouTube vorübergehend gesperrt, nachdem Warner Brothers eine Copyright-Klage eingereicht hatte. Greenpeace verbreitete das Video umgehend auf der YouTube-Konkurrenzplattform Vimeo. Nach einem globalen Aufschrei auf Social Media ist der Film jetzt auch wieder auf YouTube zu sehen. Das Werk ist ein Satirestück, das ein Thema von grossem öffentlichem Interesse beleuchtet: die Zusammenarbeit zwischen LEGO und Shell auf Kosten der Arktis.

Der virale Greenpeace-Film «LEGO: Everything is NOT awesome» wurde von YouTube vorübergehend gesperrt, nachdem Warner Brothers eine Copyright-Klage eingereicht hatte. Greenpeace verbreitete das Video umgehend auf der YouTube-Konkurrenzplattform Vimeo. Nach einem globalen Aufschrei auf Social Media ist der Film jetzt auch wieder auf YouTube zu sehen. Das Werk ist ein Satirestück, das ein Thema von grossem öffentlichem Interesse beleuchtet: die Zusammenarbeit zwischen LEGO und Shell auf Kosten der Arktis.

Den Film, produziert von der BAFTA-prämierten Kreativagentur Don’t Panic, haben in knapp drei Tagen mehr als drei Millionen Leute angeklickt. Im Film versinkt die Arktis aus LEGO in einer Ölkatastrophe. Der Film verdeutlicht, dass LEGO mittels seiner Kooperation mit Shell dem Ölmulti hilft, von dessen gefährlichen Ölbohrplänen in der Arktis abzulenken. Der grösste Spielzeughersteller der Welt spült mit seinen gebrandeten Figuren Millionen von Shell-Logos in die Kinderstuben rund um die Welt und ebnet so die Akzeptanz für gefährliche Öl-Bohrungen bei künftigen Konsumenten. Bereits mehr als 16 Millionen LEGO-Spielesets, die ein Shell-Logo aufgedruckt haben, wurden an Tankstellen in 26 Ländern verkauft oder verschenkt. 

Nadine Berthel, Arktis-Campaignerin bei Greenpeace Schweiz, sagt dazu: «Mit unserem Film haben wir einen kreativen und bewegenden Weg gefunden, um Eltern und die breite Öffentlichkeit über die Gefahr, die von Shells Ölbohrungen in der Arktis ausgeht, zu informieren. Es ist an der Zeit, dass LEGO aus der Kooperation mit Shell aussteigt. Wir ermutigen LEGO dazu, sich für den Schutz der Arktis einzusetzen, indem sie Shell in die Wüste schickt und so die Zukunft unserer Kinder schützt.»

Greenpeace ist der Ansicht, dass der Film Satire und Parodie nutzt, das Thema im öffentlichen Interesse ist und die Verbreitung des Films deshalb unter die Meinungsäusserungsfreiheit fällt. Gemäss einer YouTube-Suche gibt es auf dem Portal derzeit 772 andere Videos, die den LEGO-Werbesong «Everything is Awesome» ebenfalls benutzen und zahlreiche Videos mehr, die ebenfalls Charaktere vom LEGO-Film zeigen.

Greenpeace hat Erfahrung mit diversen Copyright-Klagen. So wurde bereits ein Kampagnenvideo mit Star-Wars-Figuren vorübergehend gesperrt,  nach der Einsprache von Greenpeace jedoch wieder zugelassen.

Mehr Informationen
Online-Petition gegen den Shell-Deal von LEGO
> Report: LEGO hat sich auf schlechte Gesellschaft eingelassen
> Lego-Proteste auf Twitter

Teilen
Twittern
Teilen
+1
E-Mail
WhatsApp