Update

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Das Energiewendefestival 2014 ist beendet. Höhepunkt war das Menschenbild, hier sind ein paar Eindrücke davon:

 


7 Uhr früh, der Wecker klingelt. Für mich heisst es Feuer machen, Tee und Kaffee kochen, Müsli vorbereiten und alles was zu einem guten Frühstück gehört.

Viele Dinge hier sind gemeinsam und eigenverantwortlich organisiert. Vor dem grossen Plenum gibt es ein Küchentreffen, an dem wir uns organisieren und die Menus für den ganzen Tag planen. Dabei richten wir uns nach dem Wetter, den Besuchenden und dem Leben hier. Und wir widmen uns dem Aufbau und der Organisation des Festivals am Wochenende.

Es bleiben tagsüber aber auch genügend Momente, in denen wir uns einfach freuen können, in denen wir in Ruhe über das Leben nachdenken können. Hier läuft einiges gelassener ab als im sonstigen Leben. Es tut gut, die Intensität und Geschwindigkeit des Alltags in der Stadt zu entschleunigen und Zeit zu haben, Dinge zu hinterfragen. Was konsumieren wir und wie viel davon? Was kaufe ich täglich mit meinem Geld? Jedes Produkt, alles was wir gegen Geld tauschen, nährt das kapitalistische System. Hier auf dem Feld brauche ich wenig Geld. Wir zahlen alle fürs Essen – auch ich als Koch. Wir bieten den Menschen gutes, leckeres, veganes Essen das schon mehrfach mit «einfach zu gut» kommentiert wurde.

Am Energiewendefestival ermöglichen wir uns selbst einmal anders zu leben, Alternativen aufzuzeigen, und Platz für neue Ideen und Richtungen zu schaffen. Jede bei uns selbst begonnene Änderung zählt und ist Teil eines grösseren Wandels. Aber nur in dem Masse, in dem die Menschen bereit sind, sie als Teil ihres Alltags umzusetzen.

Der Wecker ist übrigens eines der wenigen Dinge, die ich mitgenommen habe. Ansonsten fühlt es sich an wie Ferien oder fast wie ein anderes Leben.


Mirco, Teilnehmer Energiewendecamp

Das Energiewendefestival 2014 findet dieses Wochenende in Rubigen bei Bern statt. Komm doch vorbei!
Weitere Infos: http://energiewendefestival.ch/

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