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Montag, 27. Oktober 2014

© Greenpeace

Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der deutsche Kaffee- und Handelskonzern Tchibo auf einen Fahrplan zur Entgiftung seiner Textilproduktion. 

Montag, 27. Oktober 2014

© Greenpeace

Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der deutsche Kaffee- und Handelskonzern Tchibo auf einen Fahrplan zur Entgiftung seiner Textilproduktion. 

Greenpeace hatte am Donnerstag Untersuchungsergebnisse über Chemikalien in Kinderkleidung und Kinderschuhen verschiedener Discounter veröffentlicht. Als einziger Schweizer Grossverteiler wurde Migros getestet. Deren Kinderschuh-Modell Trevolution (Montana) schnitt schlecht ab. Migros hatte Anfang 2013 öffentlich versprochen, bis Ende 2017 alle Textilien der Migros-Eigenmarken nach dem internen Eco-Standard zu produzieren. Demgegenüber weigerte sich Migros bis anhin aber immer, eine Detox-Verpflichtung zur vollständigen Entgiftung der gesamten Produktionskette abzugeben. Coop verpflichtete sich bereits vor über einem Jahr dazu.

Tchibo zeigt sich mit dieser Entscheidung als Vorreiter bei den deutschen Discountern. Gerade Supermärkte, die in schnellem Wechsel gewaltige Stückzahlen von Kleidung auf den Markt werfen, tragen eine besondere Verantwortung. Doch die Produktion der Kleidung und Schuhe geht zu Lasten der Umwelt. Sie muss entgiftet werden, damit Flüsse und Seen und somit das Trinkwasser in den Herstellungsländern wieder sauberer werden. 

Bereits 20 international führende Textilunternehmen haben sich auf ein Detox-Commitment verpflichtet. Dieses sieht vor, dass die Firmen bis zum Jahr 2020 auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Produktion verzichten. Zuletzt hatte Adidas im Vorfeld der WM dem Druck von Greenpeace nachgegeben und sich auf einen glaubwürdigen Kurs zur Entgiftung verpflichtet. Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. 

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