Auf den ersten Blick tönt es gut, was der Bundesrat beschlossen hat: Eine Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses um 50 Prozent bis ins Jahr 2030. Wird die Umweltministerin also tatsächlich zur St. Doris, zur Schutzpatronin des Klimas? Leider nein.

Auf den ersten Blick tönt es gut, was der Bundesrat beschlossen hat: Eine Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses um 50 Prozent bis ins Jahr 2030. Wird die Umweltministerin also tatsächlich zur St. Doris, zur Schutzpatronin des Klimas? Leider nein.

Der Bundesrat hat gestern Mittwoch beschlossen, dass der CO2-Ausstoss im Inland bloss um 30 Prozent gesenkt werden soll. Die restlichen 20 Prozent sollen im Ausland kompensiert werden – mit dem Zukauf von Zertifikaten. Damit geht die Schweiz weniger weit als die EU, die mindestens 40 Prozent im Inland kompensieren will.


Kein Gehör für die Wissenschaft

Der Bundesrat verschliesst Augen und Ohren davor, was die Wissenschaft sagt. Der kürzlich erschienene fünfte Bericht des Weltklimarats IPCC lässt keine Zweifel mehr daran, welche katastrophalen Folgen die Klimaerwärmung hat.Die WissenschaftlerInnen zeigen nicht nur auf, wie sich die Welt mit ungenügendem Klimaschutz verändern wird. Sie sagen auch klar, was gegen eine zu starke Klimaerwärmung unternommen werden muss. Mit der Berechnung des global verbleibenden Klimagas-Budgets zur Einhaltung des 2°C-Ziels besteht eine solide Grundlage für nationale Reduktionspläne. Der Bundesrat nimmt diese Grundlage mit seinen gestern von Radio SRF öffentlich gemachten Klimazielen offenbar nicht ernst.

Es ist deshalb nötiger denn je, Doris Leuthard zu einem entschiedenen Vorgehen beim Klimaschutz zu motivieren – sie zur Schutzpatronin des Klimas zu machen.

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Heilige Doris, rette unser Klima

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