Bei der grossen Energiewende-Debatte hat der Nationalrat heute einen wichtigen Entscheid gefällt. Die Parlamentarier haben einer Erhöhung des sogenannten Netzzuschlags zugestimmt. Mit dieser Mehreinnahme aus der Stromrechnung werden direkt erneuerbare Energien und insbesondere Solaranlagen gefördert.

Bei der grossen Energiewende-Debatte hat der Nationalrat heute einen wichtigen Entscheid gefällt. Die Parlamentarier haben einer Erhöhung des sogenannten Netzzuschlags zugestimmt. Mit dieser Mehreinnahme aus der Stromrechnung werden direkt erneuerbare Energien und insbesondere Solaranlagen gefördert.


Es geht vorwärts mit den Erneuerbaren: Installation einer Solaranlage in Wohlen

© Greenpeace / Jonas Scheu

Über 30’000 Solaranlagen warten in der Schweiz derzeit auf ihre Umsetzung – und die Warteliste wird ständig länger. Die Solaranlagen sollen mit der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) unterstützt werden. Dank der KEV-Unterstützung erhält nämlich jeder, der seinen Solarstrom ins Netz einspeist, eine bestimmte Vergütung pro Kilowattstunde.

Investition in die Zukunft
Das Geld für diese Vergütung stammt aus dem Netzzuschlag, der auf den Stromverbrauch erhoben wird. Bisher betrug dieser Zuschlag höchstens 1,5 Rappen pro Kilowattstunde Strom; nach dem Willen des Nationalrats soll er nun bis zu 2,3 Rappen hoch sein. Damit wird der Strom aus der Steckdose leicht teurer, und zwar pro Monat etwa 3.50 Franken pro Person – das ist gerade einmal etwa der Preis einer Tasse Kaffee. Und der Nutzen dieser Massnahme ist gross: Von den eingangs erwähnten über 30’000 Solaranlagen könnten nämlich mit dem aktuellen Netzzuschlag bis Ende 2016 nur noch etwa 7000 unterstützt werden. Dank dem vorausschauenden Entscheid des Nationalrats kann die Erfolgsgeschichte der KEV-Unterstützung nun auch 2017 fortgeschrieben werden. Damit rückt der Umstieg auf eine nachhaltige und sichere Energieversorgung ein Stück näher.

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