Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat Japans Antrag auf ein wissenschaftlich begründetes Töten von Walen abgelehnt. Das gibt Hoffnung.

Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat Japans Antrag auf ein wissenschaftlich begründetes Töten von Walen abgelehnt. Das gibt Hoffnung.


Changing the word «Research» on factory ship – Southern Ocean Tour 2005 – Sutton-Hibbert

 

«Die IWC hat richtig entschieden!», freut sich Thilo Maack, Biologe und Meeres-Experte bei Greenpeace. «Der japanische Walfang hat mit glaubwürdiger Forschung nichts zu tun. Bis heute hat dieses angebliche Walforschungsprogramm keine anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisse hervorgebracht.» 

«Walfang gehört ins Geschichtsbuch!»
Doch Japan hat den Walfang noch längst nicht zu den Akten gelegt. Im Anschluss an die jüngste IWC-Entscheidung betonte ein Vertreter der Fischereibehörde, am Walfang festzuhalten. Den abgelehnten Vorschlag wolle man nur gering verändern. «Walfang gehört ins Geschichtsbuch!», fordert Thilo Maack. «Das muss endlich auch die japanische Regierung einsehen und aus dem Walfang aussteigen. Damit könnte auch die IWC endlich den zeitgemässen Wandel von einer Walfang- zu einer Walschutzkommission vollziehen und sich den drängenden Problemen zuwenden, welche die Meeressäuger heutzutage bedrohen: Klimawandel, Unterwasserlärm und Plastikmüll.»

Mehr Schutz für Meeressäuger
Die verschiedenen Greenpeace-Kampagnen der letzten Jahre in Japan selber scheinen langsam zu greifen. Die Unterstützung in der japanischen Bevölkerung für die Waljagd sinkt – und damit auch die Verkaufszahlen für Walfleisch. Stattdessen lassen Medienberichte darauf schliessen, dass sich immer mehr Menschen im Land für den Schutz der einzigartigen Meeressäuger einsetzen. Erst in der vergangen Woche versuchten japanische Helfer, einer Gruppe von über hundert Breitschnabel-Delfinen zurück ins Meer zu helfen. Die Tiere waren 60 Meilen nordöstlich von Tokio gestrandet.

Entgegen des weltweiten Walfangverbots von 1986 machen neben Japan noch zwei Staaten Jagd auf Wale: Island und Norwegen. Die japanische Walfangindustrie nutzte bisher ein Schlupfloch: Sie berief sich darauf, Wale zu Forschungszwecken zu erlegen. Mehr als 10’000 Grosswale in der Antarktis fielen seitdem den japanischen Harpunen zum Opfer.

 

Suche
Newsletter

Spenden

Online spenden
Mitglied werden
Pate/Patin werden
Spendenpolicy

Postkonto
80-6222-8
IBAN
CH07 0900 0000 8000 6222 8
Spende per SMS
GP 50 an Nr. 488
(50 steht für den Betrag)

Kontakt

Badenerstrasse 171
Postfach 9320
8036 Zürich

Tel: 044 447 41 41
E-Mail: schweiz@greenpeace.org

Greenpeace.ch

© Greenpeace Schweiz 2018

Teilen
Twittern
E-Mail
WhatsApp
Teilen